Bruder Gilmoarläus und seine Ideen

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Viele Ideen hatte Bruder Gilmoarläus, wie die Gemeinde Maitenbeth viel attraktiver werden könnte.

Maitenbeth - Als "Superpremiere" entpuppte sich das erste "Moabether Starkbierfest" der Sportler. In der ausverkauften Mehrzweckhalle wurden die Lachmuskeln kräftig strapaziert.

Die Besucher konnten zuerst teilhaben an der Sonntagsstimmung auf dem Maitenbether Kirchplatz und am Stammtisch mit Vorschlägen für Fußballer und Gemeindepolitik, ehe Bruder Gilmoarläus "vo Aaschma" (Christof Gilnhammer) mit seiner Predigt von einem Lacher zum nächsten schickte.

Die Stammstischbrüder Schorsch (Georg Deuflhart), Kurt (Kurt Schrank) und Sepp (Josef Bräustetter) zogen bei der Wirtin Kathi (Katharina Leitner) die Kirchgänger, die Fußballer und die Gemeindeoberen durch den Kakao. "Wenn de so weidaspuin" so Kurt "steig'n ma ab in'd Hammelklass". Da wäre es ja gut, dass die Gemeinde die Hundsbäuerin (so heißt ein Gebiet westlich von Marsmeier) gekauft hat. Es heißt ja, dass der Bürgermeister da eine Wirtschaft und einen Freizeitpark mit allen Schikanen plant. Wenn die Fußballer dann dort spielen wäre die Blamage nicht so groß, weil sie dort keiner sieht. Schorsch stellte zur Debatte, ob die geschenkte lebenslängliche Dauerkarte fürs Fußball zu seinem 70er nun eher als eine Strafe anzusehen ist.

Wegen dem Schmidsee "had da so a biologisch-vegetarische Partei o'gfragt", die den See mit einem größeren Umfeld kaufen wolle für einen FKK-Strand. Die Besucher bogen sich vor Lachen bei dem Diskurs über die Nutzung desselben: Mädel bis 30 sollten nackt und eintrittsfrei sein, Frauen über 30 müßten Eintritt zahlen und Weiber über 40 "nur mit Gwand" und "..da Burgamoasta deaf nur nackat baden, der muass imma ois offen legn, ned dass eahm get wia an Wulff".

Alternativ gab es auch noch den Vorschlag, dass die Gemeinde den See kauft und zufüllt und dort das "Entwicklungsgebiet Süd" oder "Gewerbegebiet am gefüllten See" ausweist.

Bruder Gilmoarläus begrüßte mit der Hymne "Maitenbeth du Land der Bauern..." die volle Halle und stellte mit Hinweis auf den neuen Wetterradartum fest, dass er hier nur lauter strahlende Gesichter sehe "Maitenbeth strahlt... ist fast wie München leuchtet". Er legte aber ans Herz, nicht immer den Bürgermeister zu schimpfen für das Projekt der Nachbargemeinde. Man solle sich lieber mit dieser zusammen tun und das Beste draus machen. Nachdem die Strahlung ja nur nach oben gehe, wäre ein Drehrestaurant wie auf dem Olympiaturm, ein wunderschöner Biergarten und eine tolle Freizeitanlage drunter eine Attraktion und Einnahmequelle ".. und koana dad si mehr aufregn üba den Lärm vo de Stockschütz'n", es seien ja nur Hasen und Rehe da.

Weitere besondere Höhepunkte in des Paters Leviten waren die tolle Einnahmequelle Radarfalle in Straßmaier, in die bestimmt auch schon viele Gemeinderäte reingetappt sind, es aber als deren Erfinder nie zugeben würden, das Dach des Bauhofes welches zweimal eingedeckt werden musste und die Museumspost.

Zur alten Post bestehe unbedingter Handlungsbedarf, aber da sei guter Rat - Gemeinderat - teuer. "Sie steht da wie ein unerwünschtes Kind, immer im Weg". Wegen der Straßenführung hatte Gilmoarläus einen brillanten Vorschlag. In Landshut habe man ebenfalls ein Baudenkmal, die Burg, und das Problem mit dem zwei Kilometer langen Hochbergtunnel gelöst. Das ginge hier auch, "braucht's bloss zwisch'n Pfarrhof und Friedhof zum Grab'n ofanga..... in Aaschma kemmt's dann wieda aussa". Und weil Moabeth ned so reich ist wie Landshut zählte er noch die verschiedenen Mautkarten auf, die eingeführt werden sollten.

Die alte Post könne man dann als richtiges Postamt wieder herstellen und Arbeitsplätze schaffen und "da Angamoa-Sepp kunnt mit da Postkutschn d'Leid umananda fahrn" besonders zur Hundsbäuerin als wunderbare Touristenattraktion. Und schon wäre auch der halbe Tunnel finanziert.

Dran kamen auch Fußballer, Schützenverein, Arztpaxis, der Frauenanteil im Gemeinderat, die desolate Lautsprecheranlage "Meeresrauschen" an der Aussegnungshalle, die Jäger, die nach einem Geburtstagsböller monatelang an Wilderer geglaubt hatten und die Unterschiede in der technischen Entwicklung zwischen Nord- und Südgemeinde "de Nordstaatler kannt'n fast a Atomkraftwerk ersetz'n.."

Zur Stimmung in der Halle trug neben den köstlichen Darbietungen auch die Musi "Sappradi" bei.

für/Wasserburger-Zeitung

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