Ungeliebtes Kind BOS-Funk

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Kirchdorf - Erneut wird auf Kirchdorfer Gemeindegebiet nach einem Standort für den Behördenfunk (BOS) gesucht. Nun soll gemeinsam mit Haag überlegt werden.

Vorläufig gibt es noch kein Ergebnis zum Thema BOS-Funkmast. Ein Gespräch am runden Tisch soll nun eine Lösung bringen, so der Beschluss des Gemeinderates in Kirchdorf. Vertreter der Gemeinden Haag und Kirchdorf sollen sich zusammen mit den Funkbetreibern mit der Standortfrage nochmals auseinandersetzen.

Zur Debatte stehen die ehemalige Raketenstellung und ihre Umgebung, die Haager Wasserreserve auf Kirchdorfer Gemeindegebiet und der Großhaager Forst. Wie immer sucht man nach einem Platz, der möglichst wenig Nachteile für die Bevölkerung mit sich bringt.

Nachteil des Standortes bei der Haager Wasserreserve wäre, dass möglichweise noch mehr Funkanbieter sich auf den neuen Masten ansiedeln. Nur im Bereich der Raketenstellung hätte die Gemeinde Kirchdorf die rechtliche Möglichkeit, dies zu verhindern. Immerhin haben zwei Firmen hier ihren Sitz und in näherer Umgebung gibt es Siedlungen.

Dass weder die Haager noch die Kirchdorfer Vertretungen von diesem Masten begeistert sind, stand im Gemeinderat außer Zweifel, aber auch, dass der Mast irgendwo hinkommen wird - möglichst in einem Bereich, der die Strahlenangst der Bevölkerung nicht noch mehr schürt.

Eine neue Entwicklung gibt es in Sachen Heizkraftwerk in Kirchdorf. Schon 2011 gab es die Überlegung, auf dem Areal des ehemaligen Wertstoffhofes eine größere Heizkraftanlage zu planen, die dann jedoch wegen der zu großen Distanz zu den Abnehmern wieder fallen gelassen wurde. Im Zuge des Kindergartenneubaus steht nun ein Heizwerk im Bauhofbereich zur Diskussion. Dabei überlegt man, einen Anbau an den bestehenden Bauhof zu erstellen oder gleich den gesamten Bauhof für die Heizanlage umzubauen. Beide Möglichkeiten zwingen aber zu einer Standortverlegung des Bauhofes zum ehemaligen Wertstoffhof.

Das Hackschnitzel-Heizwerk würde Feuerwehrhaus, Kindergarten, Gemeindehaus und evtuell die Kirche mit Wärme versorgen, private Mitnutzer können auch anschließen. Mit 8:5 Stimmen stimmten die Räte zu, die Vorschläge vom Landratsamt prüfen zu lassen, denn zum Teil würden die Ausbaumaßnahmen in die Bauverbotszone fallen.

Dem Bauantrag der Firma Schletter für Aufenthaltsräume in Form von Containern im Süden des Bürotrakts wurde mit 12:1 Stimmen das Einvernehmen erteilt mit dem Zusatz, dass keine Wohnraumnutzung damit genehmigt wird.

Der Bauantrag von Wolfgang Heindl auf Errichtung einer Stützmauer wurde mit 10:2 Stimmen nochmals zurück gestellt, da trotz der Höhenminderung und Abstandsänderung die gesamte Mauer viel zu hoch und wuchtig erscheint und den Charakter des Dorfkernes sehr beeinträchtigt, so die Meinung des Gemeinderates. Kompromissvorschläge sollen nun mit dem Antragsteller und auch mit den Vertretern der Dorferneuerung erarbeitet werden.

gmr/Wasserburger Zeitung

Rubriklistenbild: © pa

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