Kinderhaus nähert sich der Vollendung

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Patricia Rieder (links), die Leiterin des neuen Garser Kinderhauses, bereitet zusammen mit Elfriede Unterstöger vom Franziskushaus Au als Träger der Einrichtung intensiv den Einzug ins neue Zuhause vor.

Gars - Der Neubau des gemeindlichen Kindergartens mit Kinderkrippe, das "Kinderhaus St. Antonius", steht vor der Vollendung. Im September geht dort das Kindergewusel los.

Der südlich des jetzigen Grundschulgebäudes gelegene Neubau des gemeindlichen Kindergartens mit Kinderkrippe, das "Kinderhaus St. Antonius", steht vor der Vollendung. Im September geht dort das Kindergewusel los.

Elfriede Unterstöger, die Gesamtleiterin des Bereiches Fördern und Wohnen beim neuen Träger Franziskushaus Au, ist auch für die Kindergärten zuständig und hat den Umzug vom jetzigen Gebäude ins neue Zuhause für Anfang August fest eingeplant. Patricia Rieder leitet den Garser Kindergarten seit 15. Januar und freut sich sehr darauf, den Betrieb im neuen Kinderhaus Anfang September aufnehmen zu können.

Laut Betriebserlaubnis, erläutert Elfriede Unterstöger, verfügt das Kinderhaus St. Antonius zurzeit maximal über 133 Kindergartenplätze, davon 25 im integrativen Bereich. Zum nächsten Kindergartenjahr kommen 24 Krippenplätze dazu. Ab September gibt es im Kinderhaus dann drei Regel-Kindergartengruppen mit je 25 Kindern, zwei Krippengruppen mit 24 Kleinkindern und eine Integrationsgruppe mit 15 Kindern, die neu eingerichtet wird. Die schon bestehende Integrationsgruppe in Au wird als Außen-Filiale erhalten. Jede dieser beiden Gruppen wird von fünf Kindern mit besonderem Förderbedarf besucht.

Vom momentanen Anmeldungsstand her sind sowohl in der Krippe als auch im Kindergarten noch ein paar einzelne Plätze frei. Die Länge der Betreuungszeit richtet sich nach dem gebuchten Bedarf der Eltern. Alle Kinder im Haus, deren Eltern das wollen, können am frisch von Kloster Au gelieferten Mittagessen teilnehmen.

Jeder Gruppe stehen ein großer Gruppenraum und ein Nebenzimmer zur Verfügung. Projekte, gruppenübergreifende Arbeit, besondere pädagogische Maßnahmen und individuelle Förderung können durch die pädagogischen Mitarbeiter und externe Fachdienste gut durchgeführt werden. Weiter verfügt man über einen Bewegungsraum und einen teilbaren Mehrzweckraum.

Sehr gelobt, so Elfriede Unterstöger, wird im Franziskushaus die Zusammenarbeit mit der Gemeinde und dem Architekten bei der Errichtung und Ausstattung des Neubaus. Man sei in die jeweiligen Entscheidungen stets mit einbezogen gewesen und konnte immer seine fachliche Einschätzung darlegen.

Patricia Rieder leitet das Kinderhaus St. Antonius ohne eigene Gruppenführung und freut sich über die Herausforderung, diese größte Einrichtung ihrer Art im Umkreis in der Mitte von Gars im September 2012 zu eröffnen. "Ich bin mir meiner Verantwortung sehr bewusst und gehe meine Arbeit mit großer Sorgfalt an." Die gruppenübergreifende Projektarbeit ist ihr ebenso wichtig wie eine intensive Bildungs- und Erziehungspartnerschaft zu den Eltern. Derzeit sei man mitten im etwa zwei Jahre dauernden Prozess der Ausarbeitung eines neuen pädagogischen Gesamtkonzeptes für das Kinderhaus. Der Träger finanziert die wissenschaftliche Begleitung dazu. Als Kernfrage steht dabei stets die Frage im Mittelpunkt: "Was brauchen die Kinder und ihre Familien in der Gemeinde Gars?"

Die 37-jährige Patricia Rieder ist in Hofgeismar bei Kassel in einer Gastronomen-Familie aufgewachsen und wollte schon mit 14 Erzieherin werden. Zuletzt hat sie zehn Jahre lang in München gearbeitet. Nach dem Erwerb einer Zusatzqualifikation in Leitung und Führung übernahm sie 2005 die Leitung des Tagesheims einer Grundschule in Trudering mit 100 Kindern und zehn Mitarbeitern. Seit sechs Jahren lebt sie in Gars, ist verheiratet und hat einen dreijährigen Sohn.

ba

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