Kein Sendemast auf Raketenstation

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Kirchdorf - Die ehemalige Raketenstation im Gemeindebereich Kirchdorf wird nicht der neue Standort für den 40 Meter hohen Sendemast des BOS-Digitalfunks.

So entschied der Gemeinderat, der den Standort mit fünf zu sieben Stimmen ablehnte.

Die rege Beteiligung der Bürger - unter ihnen besonders viele Feuerwehrler aus Berg und Kirchdorf - mag wohl auch entscheidend für diesen Ausgang der Abstimmung gewesen sein. Im Vorfeld waren die Gemeinderäte von den Behörden und Trägern intensiv beraten und informiert worden. Wichtig sei, so die Verantwortlichen, die optimale Funkversorgung an der B15 und B12. Der Standort auf der Raketenstellung wäre funktechnisch gesehen ideal, wenn nicht gar zwingend. Dass sich in der Bevölkerung Kritik meldete, war jedoch vorherzusehen. Denn über mögliche Strahlenbelastungen ist nicht hinweg zu sehen. Zwei Firmen haben sich in der Nähne etabliert. Ferner sind etliche bewohnte Häuser sowie Weiler im Osten und Süden vorhanden.

Bei einer Größe von 24 Tagwerk müsste ein Platz gefunden werden können, der weit entfernt weg von Häusern und Siedlungen liege, forderte deshalb der Bürgermeister.

Auch die Information, dass der digitale Funk nur aktiv ist, wenn er gebraucht wird, konnte nicht alle Räte überzeugen von der idealen Lage des Standortes. So wird es interessant werden, was nun für Standortvorschläge kommen werden. Sicher ist, dass der digitale Behördenfunk bis 2013 kommen wird.

Der Zuschussantrag der Pfarrei Schönbrunn für die KLJB zur Errichtung eines Gruppenraumes im Keller des früheren Raiffeisenlagerhauses wurde mit einem Beitrag von 1000 Euro einstimmig genehmigt. Da die Jugendlichen sich bereits zehn Jahre lang in einem Container getroffen haben, wird es nun Zeit, diesen Ort zu verlassen und eine andere Lösung zu suchen, hieß es. Die Kellerräumlichkeiten seien ideal. Da ein Drittel der Jugendlichen auch aus dem Kirchdorfer Gemeindebereich kommt, war der Antrag sinnvoll, hieß es im Rat.

Der Berger Kanalbau stagniert schon wieder. Leider hatte die Gemeinde mit der beauftragten Baufirma kein Glück, hieß es im Gemeinderat. Ein halbes Jahr seien die Mitarbeiter mit ihren Arbeiten in Verzug. Nun soll versucht werden, das leitende Ingenieurbüro in die Verantwortung zu nehmen.

gmr/Wasserburger Zeitung

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