Investor für Soccer-Field gesucht

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Der Sportverein hätte am Bolzplatz gerne baldmöglichst ein Soccer-Field und eine BMX-Bahn, so einfach geht das aber nicht.

Maitenbeth - Bekommt Maitenbeth bald ein Soccer-Field und eine BMX-Bahn? Geht es nach dem Sportverein, dann ja!

Die Jugend stand in der vergangenen Sitzung des Maitenbether Gemeinderats an erster Stelle der Tagesordnung. Günter Djermester kam im Auftrag des Sportvereins und stellte dem Gemeinderat seine Ideen für die künftige Nutzung des Bolzplatzes unterhalb der Kindertagesstätte vor. Nach seinen Wünschen soll dort baldmöglichst ein Soccer-Field mit einer Spielfeldgröße von 30 mal 19 Metern errichtet werden. Innerhalb eines eingegrenzten Bereiches können die Jugendlichen auf dem Soccer-Field Fußball, Basketball, Volleyball und Badminton spielen. "Der Rasen muss dann aber von der Gemeinde je nach Wetter regelmäßig ein- bis zweimal pro Woche gemäht werden.", so Günter Djermester.

Bürgermeister Josef Kirchmaier stellte aber klar, dass die Gemeindearbeiter den Rasen schon in der Vergangenheit regelmäßig mähten und jedes Mal vor dem Mähen viele Glasscherben und kaputte Flaschen einsammeln mussten, die die Jugendlichen dort hinterlassen hatten. Kürzlich seien die Jugendlichen in den Garten der Kindertagesstätte eingestiegen und hätten die Spielgeräte demoliert. Sie hätten sich sogar die Bänke aus dem Garten geholt und auf den Bolzplatz gebracht. "Die Gemeinde muss dann für die Schäden aufkommen".

Für Günter Djermester ist der jetzige Standort des Kinderspielplatzes im Ortskern ungeeignet. Die Eltern könnten die Kinder dort nicht alleine lassen, weil ein Weiher angrenze. "Die Aufstellung eines Tores zur Sicherheit der Kinder hat der Gemeinderat schon beschlossen, er muss nur noch aufgebaut werden", erinnerte Bürgermeister Josef Kirchmaier. Außerdem sei der Bereich in die Städtebauförderung aufgenommen worden. Vielleicht könne der Weiher künftig zum Badeweiher oder zum Biotop aufgewertet werden, "dies entscheiden aber die Maitenbether Bürger".

Gleich neben dem Soccer-Field könnte ein BMX-Park entstehen. Einen solchen Park hat die Gemeinde Soyen mit geringen Kosten gleich hinter dem Sportplatz errichtet. "Dort ist die Hölle los und wenn der Park in ein paar Jahren von den Jugendlichen nicht mehr so angenommen wird, kann er ohne große Probleme wieder zurückgebaut werden", so Günter Djermester. Wenig begeistert zeigte sich aber Bürgermeister Josef Kirchmaier vom vorgeschlagenen Standort westlich des Bolzplatzes. Die Fläche ist derzeit landwirtschaftlich genutzt. Den Landwirten in der Gemeinde fehlen schon durch die geplante Erweiterung des Gewerbegebiets in Thal und die dazu notwendigen Ausgleichsflächen einige Hektar. Weitere Verluste möchte Josef Kirchmaier den Bauern nicht mehr zumuten. Schon bei den Planungen für das Gewerbegebiet habe es hier große Diskussionen gegeben. "Als Alternative zum Standort Bolzplatz käme noch die freie Fläche gegenüber der Kindertagesstätte neben der neuen Breitmösl-Siedlung in Frage", so Günter Djermester. Ingrid Hacker äußerte generell zu den vorgeschlagenen Standorten ihre Bedenken, weil diese in unmittelbarer Nähe zur B12 sind.

In der Diskussion über die Aufsicht der Kinder und Jugendlichen machte Otto von Hören deutlich, dass auch auf die älteren Kinder und Jugendlichen aufgepasst werden müsse. Dies sollte bei solchen Planungen schon berücksichtigt werden. Johann Schmidt fragte nach, ob als Standort nicht auch die alten Stockschützenbahnen in Frage kämen. Weil dort aber ein Geräteschuppen errichtet wird, ist dies nicht möglich. Auch der von Jakob Moser vorgeschlagene Standort beim Sportplatz ist nicht geeignet, weil hier der Untergrund sehr schlecht ist und bei großen Fußballspielen ohnehin Parkplatzmangel herrscht.

Thomas Köpernik schlug vor, kleine Schritte zu machen und erstmal mit einem Soccer-Field zu beginnen. Außerdem sollen Gespräche mit dem Pächter der landwirtschaftlich genutzten Fläche westlich des Bolzplatzes stattfinden, ob er eventuell doch einen Teil der Fläche abgeben könnte. Um die Flächen wird sich die Gemeinde kümmern. Günter Djermester wurde beauftragt, einen Investor für das Soccer-Field zu suchen, weil die Gemeinde dies nicht finanzieren kann.

Das Vorhaben soll in ein bis zwei Jahren umgesetzt werden. In einer der nächsten Sitzungen wird sich der Gemeinderat wieder mit dem Thema befassen.

ret/Wasserburger Zeitung

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