"Huber-Buam" im Waldseilgarten

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Landrat, Staatssekretär und Ehrengäste der Einweihungsfeier erst auf gewohntem Terrain...

Oberreith - Konkurrenz für die "Huber-Buam", derzeit unter den weltbesten Bergsteigern, aus der Politik: Landrat Huber und Staatssekretär Huber gingen bei der Einweihung des Waldseilgartens in Oberreith selbst in die Höhe.

Sieben Parcours hat der neue Oberreither Waldseilgarten im Wildpark. Wildpark-Geschäftsführer Thomas Mittermair und der Geschäftsführer des Waldseilgartens, Harald Niederlöhner, verrieten, dass man sich seit drei Jahren mit demProjekt beschäftigt habe. Damals sei eine erste Kostenschätzung "ziemlich ernüchternd" ausgefallen, tatsächlich lagen die aktuellen Kosten mit rund 350.000 Euro noch einmal darüber.

In der Folgezeit habe man sich ein Dutzend anderer Hochseilgärten angeschaut und Wert bei der späteren Planung darauf gelegt, dass "das Kletter- und Kraxelgefühl erhalten bleibt." Durchweg Lob bekamen die Behörden und Ämter für die außerordentlich schnelle Bearbeitung, und auch mit den Firmen hatte man großes Glück, so Niederlöhner.

...und dann in luftiger Höhe: Dr. Marcel Huber (links) und Landrat Georg Huber.

Bürgermeister Gerhard Forstmeier gratulierte und sprach mit Wildpark, Sternwarte und dem Waldseilgarten von einem "gesteigerten Freizeitwert der Gemeinde". Landrat Georg Huber war sich sicher, das Geld des Landkreises hier "nachhaltig eingesetzt" zu haben. Davon würden alle profitieren, vor allem Familien. Vielleicht könnte man das mit "Urlaub auf dem Bauernhof" verbinden, denn Kinder wollten sich nicht immer "in ein heißes Auto setzen", um dann Stunden zu fahren, das hier sei näher. Er bedankte sich auch beim früheren Garser Bürgermeister Georg Otter, sein Stellvertreter im "Mühldorfer Netz" und damit zuständig für Fördermittel.

Staatssekretär Dr. Marcel Huber stellte das im Laufe der Zeit geänderte Urlaubsverhalten heraus: Heute seien die Urlaube kürzer, dafür müsse sich "richtig was rühren". Und weil er auch für Schulsport zuständig sei, freue es ihn umso mehr, dass hier auch Kinder und Jugendliche beim Klettern Konzentration und Kraft trainierten. Er wusste, dass bei so einem Projekt alleine schon das Antragsverfahren "starke Nerven" erfordere, aber hier sei der Beweis erbracht, dass es möglich sei, innhalb kurzer Zeit Gelder sogar aus Brüssel zu erhalten.

Die Begeisterung für dieses Projekt konnte Angelika Vaas vom Amt für Landwirtschaft und Forsten in Töging und Leiterin des Leader-Projektes gut nachvollziehen. Selbst sei sie bereits geklettert. Den Verantwortlichen bescheinigte sie, die "Zeichen der Zeit" erkannt zu haben, nur steter Wandel führe zum Erfolg. 63.000 Euro, davon die Hälfte aus EU-Mitteln, habe man dazuschießen können, "weil es eine Aufwertung des ländlichen Raumes ist". Auch sie hat das Tempo beeindruckt: "Die Zusage war im März und im Mai war schon alles fertig."

Pfarrer Josef Stemmer segnete das neue Gebäude und die Anlage und wünschte den Betreibern viel Glück. Nach dem offiziellen Teil begannen Spiele für Kinder, die Mitarbeiter beantworteten Fragen. Landrat Georg Huber und Staatssekretär Dr. Marcel Huber, die anderen "Huber-Buam", wie in Anspielung auf die bekannten Bergsteiger gewitzelt wurde, kletterten gerne eine Runde. Höhenangst kannte der Landrat aus seiner Zeit bei den Gebirgspionieren nicht, auch dem Staatssekretär war das aufgrund seiner Kommandantentätigkeit bei der Feuerwehr fremd.

kg/Wasserburger Zeitung

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