Hartmanngässchen wieder geöffnet

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Von links: zweiter Bürgermeister Dr. Winfried Weiß sowie Gemeinderatsmitglied und 3. BGM Egon Barlag.

Haag - Die Haager Bürger sowie die Gemeinde haben auf ganzer Linie gewonnen. Ein Gericht sprach sich für die Öffnung des Gässchens aus.

Im Sommer 2010 häuften sich die Beschwerden von Haager Bürgern in der Gemeindeverwaltung, dass der Kirchenweg über das Hartmanngässchen verschlossen ist und nun weite Umwege gerade für ältere Bürger anfallen.

Der Grundstückseigentümer wurde daraufhin von der Gemeinde aufgefordert, das versperrte Tor unverzüglich wieder zu öffnen um einen ungehinderten Durchgang zu ermöglichen, was dieser verweigerte.

Versuche zu einer gütlichen Einigung, selbst unter Einschaltung des Gerichts als Vermittler (Mediationsverfahren) zur Beilegung des Konflikts scheiterten. Daraufhin ging der Eigentümer vor Gericht und klagte gegen die Verfügung der Gemeinde, das Hartmanngässchen wieder für die Öffentlichkeit nutzbar zu machen.

Am 26. Juli 2011 war die Verhandlung vor Gericht. Ende August erhielt die Gemeinde dann von ihrem Anwalt das Gerichtsurteil. Der Begleitbrief des Anwalts sprach von einem "Erfolg auf ganzer Linie für die Gemeinde".

Von links: zweiter Bürgermeister Dr. Winfried Weiß sowie Gemeinderatsmitglied und 3. BGM Egon Barlag.

Das Gericht hat eindeutig die Sichtweise des Marktes Haag als die richtige anerkannt. Folglich war die Widmung vor knapp 50 Jahren als öffentlicher Weg, damals noch beim Amtsgericht Wasserburg a.Inn, inhaltlich und formal korrekt. Zum Anderen zeigte die Unterschriftensammlung von betroffenen Bürgern und zwei weitere Briefe an die Gemeinde, in denen sich über die Schließung beschwert wurde, dass das Hartmanngässchen seine Bedeutung als Verbindung von der Wasserburger Straße zur Kirche nicht verloren hat.

Auch in den Untersuchungen zur Städtebauförderung wurden immer wieder innerstädtische Fußwegverbindungen gefordert um den historischen Ortskern erlebbar zu machen. Seit dem Gerichtsverfahren ist das Hartmanngässchen nun wieder frei für die Öffentlichkeit zugänglich, was zweiter Bürgermeister Dr. Winfried Weiß und sein Vertreter Egon Barlag bei einem kurzen Stelldichein mit den folgenden Worten bestätigten „Das Tor geht schwer zu öffnen, alleine durch die nicht herunterzudrückende Klinke“ aber durch einfaches Drücken, lässt sich das Tor welches scheinbar von einem Magnet gehalten wird, problemlos öffnen.

aj

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