Haager Volksschule: "Bye, bye, bye"

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Einen musikalischen Schlusspunkt setzten die Haager Hauptschüler.

Haag - Vier Spitzenreiter zeichnete die Haager Volksschule bei der Entlassfeier der neunten Klasse im Pfarrheim aus. An sie ging auch der "Schletter-Preis".

Das beste Ergebnis beim qualifizierenden Abschluss erzielte Annika Kipper mit einem Notendurchschnitt von 1,88. Sie hatte im hauswirtschaftlich-sozialen Bereich eine Eins. Mit ebenfalls 1,88 lag bei den Buben Martin Weingart vorne, der in Mathematik und im gewerblich-technischen Bereich glänzte. Kathrin Voglsamer folgte mit 1,94. Ihre Stärken lagen in Physik, Chemie und Biologie. 2,11 hatte schließlich Johannes Albert mit bestem Abschneiden in Mathematik und Englisch.

Firmenvertreter Hans Urban überreichte mit dem "Schletter-Preis" den Spitzenreitern je 250 Euro als "kleinen Ansporn für die Leistung" auch in Zukunft. Er unterstrich den Stellenwert der Bildung, den das Schulsystem gewährleiste. Die Frage nach qualifizierten Arbeitsplätzen stehe in der Praxis immer ganz oben.

Schulverbandsvorsitzender und Bürgermeister Hermann Dumbs sprach von der Epoche, die für die Absolventen zu Ende gehe. Die "Zeit des Paukens" werde aber wohl allen in Erinnerung bleiben. Früher oder später denke jeder mit ein bisschen Wehmut an die Schulzeit zurück. Es gelte nun den Blick nach vorne zu richten. Die Schule habe die Grundlagen für den Eintritt in die Arbeitswelt geschaffen. Die Schüler sollten ihr Schulwissen bei jeder Gelegenheit durch Aus- und Fortbildung ergänzen. Das fordere die heute mobile Gesellschaft.

Konrektorin Susanne Rakobrandt, die nach dem Gottesdienst, den Geistlicher Rat Heinz Prechtl zelebriert hatte, zur gesellschaftlichen Feier überleitete, setzte die Schule gleich mit Belastung und Disziplin. Wie bei einer Bergtour seien die Schüler von den Lehrern gezogen, von den Eltern geschoben worden. Doch dieses Gemeinschaftserlebnis habe sie alle zum Ziel auf den Gipfel geführt und zusammengeschweißt.

Nach dem ersten Gipfel, so Rakobrandt, warteten aber noch weitere Herausforderungen. Immer mehr müssten die Jugendlichen nun ihr Leben in die eigene Hand nehmen, und das in einer wirtschaftlich und sozial schwierigen Zeit. Sie sollten als nächste Elterngeneration die Bedeutung der Erziehung weitervermitteln. Kinder bräuchten Verständnis, Rückhalt, aber auch Grenzen. Dabei zählten "klar vorgelebte Werte" wie Ehrlichkeit, Hilfsbereitschaft und Höflichkeit. Zu lernen sei aber auch das Umgehen mit Misserfolg. Der Rat der Konrektorin lautete schließlich: "Achtet gut auf euren Charakter!"

Die Schulsprecher Julia Unterhuber und Markus Wallner verpackten ihren besonderen Dank in ein Präsent für Klasslehrerin Gertrud Hartmann. Die ganze Klasse verabschiedete sich mit dem Lied "Unser Quali ist vorbei, bye, bye, bye!"

xy/Wasserburger Zeitung

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