Haager Herbstfest in Haager Händen

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Das war einmal: Einzug mit dem Wagen des Café Preßl in den fünfziger Jahren. Morgen werden beim Einzug mit den Gespannen gleich neun Blaskapellen spielen.

Wenn morgen im Festzelt der Bürgermeister das erste Festbierfass anstechen wird, beginnt in Haag eine neue Fest-Ära. Vieles ist neu, ganz an die Tradition anschließen wird die Dauer des Herbstfests: zehn Tage, wie früher.

Haag - Das Herbstfest vom morgigen Freitag bis Sonntag, 20. September, setzt in Programm und Ausstattung vollkommen neue Akzente. Bewusst aber wollen die Organisatoren um Wiesnchef Bernd Furch an die große Haager Volksfesttradition anschließen. Das verraten schon die Haager Farben der Girlanden im Unertl-Zelt, rot und weiß sind sie. Das auf Kurzflamme die letzten Jahre herabgedämpfte Festvergnügen soll neu aufflackern.

Den Teilnahmerekord beim Fest in all den Jahren hält zweifelsohne Gastronomin Leni Arnold. Sie ist jetzt im Ruhestand, die Steckerlfische der Braterei Arnold, für die heuer Tochter Liesbeth verantwortlich ist, waren schon 1957 ein geschätzter Leckerbissen.

Appelliert haben die Organisatoren schon im Vorfeld des Fests an den nicht immer einfachen Haager Zusammenhalt. Die Haager sollten hingehen, wenn schon ein Fest für sie inszeniert wird und die Geschäftsleute sollen Interesse zeigen. Und die örtliche Geschäftswelt macht mit. Einige Firmen kündigten sich schon mit den Mitarbeitern nicht nur zum Tag der Betriebe, sondern auch zum Feierabendumtrunk an. Dazu gehört unter anderem auch eine Modenschau am Montag in Herbert Zeilingers "Party-Arena".

Neu ist auch das größere Angebot der Festbiere. Einmal dabei, einmal nicht dabei, so erging es der heimischen Brauerei Unertl. Nun sitzen Alois und Lois Unertl fest im Sattel mit ihrem Festweißbier. Dazu kommen die bayerischen regionalen Biere der Brauereien Gut Forsting, Bräu im Moos und "Stierberg". Sie werden im Keferloher Tonkrug serviert und aus dem Holzfass gezapft.

Eine eigene Zone erhalten die Jugendlichen, weil ein Herbstfest für alle die zwischen 14 und 16 Jahre alten Haager nicht ausschließen soll. Damit auch sie in der Party-Arena dabei sein können, setzte Herbert Zeilinger eine neue Idee um: Kinder und Erwachsene kommen gemeinsam zur Party. Die "Minderjährigen" haben so Einlass und dürfen sich am Party-Geschehen beteiligen. Für die Eltern steht der über das Zelt erreichbare Partybus bereit, in dem sie sich bei "moderater Musik" vergnügen können, bis sie mit ihren Kindern wieder nach Hause fahren.

Neben Girl- und Menstrip werden die Bands, die "Ü-30-Party", die Schaumparty und der "Arena-Fight" Magneten sein. In diesem "Spiel ohne Grenzen" wird aus zwölf Mannschaften in zwölf Disziplinen der Gewinner gesucht. Die Mannschaften sollen sich aus den Gemeinden des Haager Landes zusammensetzen. Das Motto heißt "Miteinander in Spiel und Geselligkeit" und gilt für alle Gemeinden des Haager Umlandes.

Damit das Umland ohne Risiko anfahren kann, wird ein Festbus bis St.Wolfgang, Gars, Albaching, Rechtmehring, Reichertsheim und Kirchdorf eingesetzt. Zusätzliche Einstiegsmöglichkeiten innerhalb von Haag gelten am Tag der Senioren am Dienstag, wenn alle Bürger ab 65 von Bürgermeister Hermann Dumbs zur Wiesnbrotzeit geladen sind.

Premiere hat das "Café- und Weinzelt" von Petra Bauer-Würdinger. Ihre Attraktionen sind neben dem Sonntagsbrunch mit Band der Haager Diskjockey "Peiks" am Dienstag, die "Los Chicos" am Freitag und der Haager Feuer- und Jongleurkünstler "Marc King" am Samstag.

So will Wiesnmanager Bernd Furch mit dem neuen Haager Herbstfest nicht nur einen persönlich lang gehegten Wunsch in die Tat umsetzen, sondern das "Haager Volksfest wieder in heimische Hände legen".

Den Auftakt können am morgigen Freitag alle miterleben. Um 17 Uhr formiert sich in der Lerchenberger Straße um die Brauerei Unertl der Festzug mit Gespannen und neun Blaskapellen.

xy/Wasserburger Zeitung

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