Zwei Hauptstraßen reparaturbedürftig

Haag - Zur Ausbesserung des Straßenbildes im Haager Zentrum wollte die CSU-Fraktion mittels Anträgen beitragen. Nicht weiter verfolgt man laut aktuellem Beschluss die Verkehrsberuhigung der Bürgermeister-Jäger-Straße.

Seit mehreren Jahren, so hieß es im CSU-Antrag, sei die Erneuerung der Krankenhausstraße immer wieder zurückgestellt worden. Da nun das Krankenhaus fertig sei und der Ausbau der Rutenparkplätze bevor stehe, könne mit der Planung für die Sanierung der Krankenhausstraße noch in diesem Jahr begonnen werden. Ein Ingenieurbüro sei zur Kostenschätzung und Planung zu beauftragen.

Finanzmittel schon im Haushalt

Konkreten Anlass für den Antrag gaben notwendige Reparaturen an der Einmündung zur Hauptstraße, wo die Verkehrssicherheit nicht mehr gewährleistet gewesen sei. Die Zufahrt zu Krankenhaus und Ärztehaus werde von vielen benutzt. Also sei der Ausbau als dringend einzustufen. Die entsprechenden Finanzmittel beinhalte der aktuelle Haushaltsplan bereits.

Nach Zweitem Bürgermeister Dr. Winfried Weiß (CSU) müsse jetzt der Beschluss fallen und dann könnte im Februar die Ausschreibung starten, dann habe die Gemeinde zu Jahresbeginn bessere Konditionen bei den Baufirmen. Bürgermeister Hermann Dumbs verwies auf die Baumaßnahmen an Kranken- und Ärztehaus, die zur Verzögerung geführt hatten. Momentan frequentiere der Schwerverkehr die Rute.

Thomas Sax (CSU) pochte auf baldige Umsetzung. Die Krankenhausstraße benutzten viele Gäste, die nach Haag kommen. So solle sie auch wie ein Aushängeschild aussehen.

Am Ende stimmte der Gemeinderat mit 13 gegen fünf Stimmen für den Ausbau "frühzeitig für das nächste Jahr" und beauftragte damit das Büro Infra.

Zur Situation in der Bürgermeister-Jäger-Straße wollte die CSU den aktuellen Stand erfahren, da die Information der Anwohner über Varianten der Verkehrsberuhigung schon einmal beschlossen war. Die Baumaßnahmen auf dem Firmengelände des Milchwerks Jäger seien abgeschlossen. Also könne die Maßnahme, falls sie von den Bürgern gewünscht sei, sofort in Angriff genommen werden.

Anliegerbefragung und Radarmessungen

"Das will keiner. Keiner will zahlen", lautete der knappe Kommentar von Bürgermeister Hermann Dumbs zur Anliegerbefragung. Dazu habe man Radarmessungen über die Geschwindigkeit des Verkehrs durchgeführt. Aber auch hier besage das Ergebnis: "Da passiert fast nichts."

Peter Bauer, Fraktionsvorsitzender der SPD, sah die Maßnahme unabhängig von der Aussage der Bürger. Es gäbe hier keinen Anlass zur Verkehrsberuhigung. Dabei gelte nur die Gefährlichkeit einer Straße: "Da ist nichts." Dazu trägt nach Dumbs das Parken der Anwohner auf der Straße bei. "Der Antrag ist dann hinfällig", folgerte Weiß für die antragstellende CSU. Der Beschluss zur "Nichtberuhigung" fiel einstimmig.

Ein weiterer Dorn im Auge war der CSU der Zustand der Ortsdurchfahrt, offiziell immer noch Bundesstraße. Radfahren auf der Haager Hauptstraße stuften Bürger inzwischen als gefährlich ein. Besonders die Schäden an den Randbereichen seien sehr groß.

Mit dem neuen Antrag nahm die CSU-Fraktion Bezug auf einen Beschluss aus dem Jahr 2008, mit dem Reparaturen angemahnt wurden.

In der Zwischenzeit sei vom zuständigen Staatlichen Straßenbauamt keine Antwort eingegangen, berichtete Bürgermeister Dumbs. Der Bund sei zuständig für Maßnahme wie Kosten, aber "keiner reagiert".

So sprach sich der Gemeinderat jetzt einstimmig dafür aus, einen zweiten Anlauf zu wagen. Die Verwaltung wird beauftragt, mit dem Straßenbauamt Gespräche aufzunehmen, um die "Schäden unverzüglich zu reparieren".

xy/Wasserburger Zeitung

Rubriklistenbild: © dpa

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