Regional sticht Massenproduktion

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Vom Trend bei den Konsumenten zu regionalen Produkten profitiert der Haager Bauernmarkt.

Haag - Den Produkten auf dem Haager Bauernmarkt bringen die Kunden ein großes Vertrauen entgegen. Der Markt am Löwenbrunnen feiert am Freitag sein 20-jähriges Bestehen.  

Bei der Generalversammlung im Hofcafé erinnerte Vorstand Josef Hederer an die Aktionen des letzten Jahres. Erstmals war der Haager Bauernmarkt auf der "Bauernmarktmeile" in München vertreten mit Zwetschgenkiache und Hauberlingen für die Städter. Auch die Landwirte freue es, so Josef Hederer, dass der Zehentstadel am Haager Marktplatz restauriert wurde und "so gut ausschaut". Insgesamt sprach er von einem erfolgreichen Jahr: "Wir sind sehr zufrieden." Kassier Simon Brenner verbuchte ein Plus.

Das Augenmerk will man nun auf das kommende Jahr richten. 20 Jahre Bestehen seien ein Anlass zum Feiern. Im Mittelpunkt stehen Angebote und Informationen. Den Anfang soll die Darstellung der Sortenvielfalt der heimischen Produkte machen. Dazu will man auch auf die Gefahren der Gentechnik hinweisen.

Zusammen mit dem Bund Naturschutz und der "Haager Agenda" richtet der Bauernmarkt zum Jubiläumsjahr eine spezielle Aktion aus. Man will eine Rezeptesammlung zusammenstellen und veröffentlichen. Sie soll den Kunden Ideen geben, was sie mit regionalen und saisonalen Zutaten kochen können. Ab morgen können die Rezeptvorschläge abgegeben werden, die dann in einem Wettbewerb auch zur Prämierung kommen. Das Motto im Hintergrund lautet "Kochen für das Klima".

Als Zeitpunkt für die 20-Jahr-Feier einigten sich die Landwirte auf den 15. Juni. Den ganzen Tag über sind dann die Haager zu den Klängen des "Salonorchesters" zu einem "kleinen Straßenfest" mit Ausschank und Essen geladen.

Der Saisonstart ist bereits morgen, Freitag. Ab da ist der Bauernmarkt im Zehentstadel jeden Freitag von 11 bis 16.30 Uhr geöffnet. Als besonderen Gruß zum Auftakt erhalten die Kunden die Fastensuppe. "Wie gehabt" gestaltet sich die Produktpalette, so Vorstand Josef Hederer. Das Angebot beinhaltet Schmalzgebäck und Gemüse, Käse, Wurst und Fleisch bis zum Bauernbrot. Saisongemäß finden sich unter dem Gemüse vorerst nur Kraut und Rüben, dazu der frische Feldsalat.

Seit 20 Jahren kennt Bauernmarktchef Josef Hederer nun die Kaufgewohnheiten. Gerade in letzter Zeit verstärke sich allgemein der Trend zum regionalen Einkauf, stellte er fest. Der Kunde wolle wissen, wo sein Produkt herkommt und was es beinhaltet. Dieses Vertrauen setze man in den Bauernmarkt: "Wir haben jedes Jahr einen leichten Zuwachs."

So soll die Zahl von 14 Lieferanten weiterhin die Qualität garantieren. Bei den Käufern freute er sich über treue Stammkundschaft und stellte fest, dass auch Jüngere nachkommen. Das Trendgemüse 2012 sind übrigens die Pastinaken und schwarzen Radi.

xy/Wasserburger Zeitung

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