"Hopfen und Malz, Gott erhalt's"

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Haag - Pater Josef und Nonne Christa nahmen bei der Haager Starkbierpredigt nicht nur den Bürgermeister auf die Schippe - es bekam eigentlich fast jeder sein Fett ab!

Es wurde dunkel im Haager Bürgersaal, als Pater Josef und Nonne Christa mit Kerzen die Bühne betraten und die Litanei für die Ehrengäste und Freibierschnorrer mit einem „wir wünschen uns“ anstimmten. Sie predigten vor einem fast vollen Bürgersaal vom „hochroten Kopf“ des Bürgermeisters Hermann Dumbs. Dessen Kopf mit den Kronkorken, der Unertl „Alkoholfrei Flaschen“ zu vergleichen wäre.

Auch die Vielseitigkeit des Bürgermeisters Hermann wurde nicht verschwiegen. Hermann, der Politessen-Dompteur der kommunalen Verkehrsüberwachung, Vorsitzender des Arbeiter und Krankenunterstützungsvereins, als Schulverbandsvorsitzender der „Speedy Gonzales für Eilgeschäfte“. Natürlich wurde, wenn auch nur nebenbei, seine Tätigkeit als Bürgermeister bemerkt.

Die Tripple A+ Gemeinde Kirchdorf sei dank der guten Steuereinnahmen des Haager Gemeinderates das „Dubai von Morgen“. Deshalb können sie sich so einen Hangkindergarten der Superlative auch leisten. Natürlich ohne dass die Kinder auf das Armenviertel von Haag schauen müssen. Bei Sanierungsproblemen könne Bürgermeister Hans Haslberger der Verwandtschaft in Reichertsheim auch mit ein paar Euro aushelfen.

Die „Geistlichen Worteträger“ waren natürlich auch bestens über die Wildentenplage im Haager Freibad informiert. Der zweite Bürgermeister Winfried sagte: „Viele Enten brauchen viele Jäger“. Ein Frühlings-Manöver mit dem Codewort „Donald Duck“ soll es sein. Mit Flugzeugträgern auf der 50 Meter Bahn, Mirage-Kampfflugzeugen und im Planschbecken ganz „Undercover“ die Gemeinderäte Zeilinger, Heilmeier, Urban und Högenauer. Sie halten den Funkkontakt, zu dem mit Laptop bewaffneten Dr. Weiß aufrecht.

Starkbierpredigt im Bürgersaal

G'spannt sind die Haager natürlich auch, wer die neuen Pfarrer sind, denn „vom Himmel fallen die ja schließlich nicht, weil vielleicht auch keine droben sind“. Dann steht wieder Willi Schäch vor dem Altar, weil zur Aushilfe sind die „Alten“ schließlich da.

Es brodelt auch gewaltig in der Gerüchteküche Haags. Wie man hörte, möchte Bürgermeister Hermann mit Frau Rosi ins Magyar-Land auswandern. Der Sprache nocht nicht ganz mächtig, vermisst „Hermann der Husar“ bereits jetzt schon die Dreifaltigkeit von Haag: „Greipl, Kohl und Kürzeder.“

Pater Sepp hatte auch schon von der Übersiedlung Hermanns aus dem Haager Land geträumt. Mit einer fünf Meter langen Menschenkette der PWG mit Parteifreunden und Aktivsenioren in ihren Rollatoren. Tränendes Hochwasser im Altdorfer Mühlbach schwoabt ihn dann in Richtung Pusta zu Klängen von „Junge komm bald wieder“.

„Schweißgebadet bin ich dann erwacht und hab erkannt, dass Winfried Weiß heute eher selten was abbekommen hat“, so Pater Sepp. Dies sei aber darauf zurückzuführen, dass er im Bastelkeller sitzt und mit Ludwig Schletter die bürgermeisterliche Stuhlhax'n stabilisiert. An der sie jahrelang gesägt haben.

„Vereinsberichte werden immer wieder von diesen journalistischen Muhackln und Brezensalzern der WS-Redaktion bis zur Unkenntlichkeit gestutzt oder gänzlich ignoriert“, während vom Miesbacher Fleckviehmarkt mehr als ausführlich diese Seite zweckentfremdet wird. Mit den Worten „Liebe Schreiberlinge vom OVB, nicht nur in Wasserburg kann man lesen und schreiben, es gibt auch noch zivilisiertes Leben ausserhalb von Wasserburg, über das ausführlich zu berichten es wert wäre“.

Hopfen und Malz, Gott erhalt's – Prost.

ao

Rubriklistenbild: © ao

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