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Haager Realschüler engagierten sich sozial

Haag - Zwölf Schüler der Haager Realschule erhalten heute nicht nur das Zeugnis, sondern auch ein ganz spezielles Zertifikat. Es bescheinigt den Einsatz im sozialen Dienst am Nächsten.

"Die Idee war von den Schülern selber gekommen", unterstreicht Rektor Wilhelm Kürzeder. Im SMV-Seminar sei der Vorschlag entstanden, einen Arbeitskreis Soziales zu gründen. Darin sollten sich Schüler an Einrichtungen wie Kindergarten, Krankenhaus und Seniorenheim freiwillig einbringen. Dafür gibt es dann auch ein "kleines Zeugnis", das den Bewerbungsunterlagen beigelegt wird. Voraussetzung sind mindestens 20 abgeleistete Stunden.

So kümmerten sich die Schüler nach Vorsondierung der Schulleitung und Verbindungslehrerin Sandra Kindler selber in Gesprächen mit Haus- und Pflegedienstleitung um ihren Einsatz vor Ort. Drei Mädchen der achten Klasse im Alter von 14 Jahren wählten das Seniorenheim St. Kunigund als ihr soziales Betätigungsfeld. Dort schoben sie die Senioren im Rollstuhl beim Spaziergang im Garten und auf den umliegenden Straßen an, spielten mit ihnen, lasen vor, malten und hörten mitunter auch mal nur zu.

Magdalena Wimmer konnte damit auch in eine vorstellbare Berufswelt hineinschnuppern, den Umgang mit Senioren lernen und feststellen, dass man damit jemandem Freude bereiten kann, "vor allem wenn man mit ihnen rausgeht".

Nadine Schwarzenböck stellte fest, sie sei stets "mit einem guten Gewissen" nach der Stunde nach Hause gegangen: "Das ist in der Schule nicht immer so." Vor allem beim Spielen hätten sich die Senioren immer richtig gefreut, wenn sie gewannen. Lena Haupt fand den Einsatz mitunter lustig. Sie habe gelernt mit älteren Menschen umzugehen und festgestellt, wie wichtig das Reden und Zuhören ist.

"Die Bewohner haben sich über die Abwechslung und den Besuch junger Leute richtig gefreut", so Pflegedienstleiterin Brigitte Kempter. Aber auch die Schüler hätten wertvolle Erfahrungen gemacht im Zugehen auf Alte. Sie sei überrascht gewesen, wie sich die Schüler engagierten. So wurde der neue Arbeitskreis der Realschule zur Bereicherung für beide Seiten. Als Dank überreichte sie den Schülern einen Gutschein für die Eisdiele.

Verbindungslehrerin Sandra Kindler betonte, dass man nun neben so vielen Aktionen auch diesen "wertvollen" Arbeitskreis zustande gebracht habe. Das Pilotprojekt dieses Jahres solle im nächsten Schuljahr seine Fortsetzung finden. Heimleiter Georg Hintermeier lobte die Zuverlässigkeit der Schüler, die mit einer gewissen Selbstverständlichkeit ihre Aufgabe gemeistert hätten. Gerade beim Fachkräftemangel, der sich auch in St. Kunigund abzeichne, sei diese Unterstützung recht wichtig. Man hoffe auf Weiterführung.

"Die Schülersprecher geben es an die nächste Generation weiter", folgerte Rektor Wilhelm Kürzeder. Der Einsatz solle durchaus auch als Anregung für die Berufsfindung dienen.

xy/Wasserburger Zeitung

Rubriklistenbild: © dpa

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