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"Agenda 21 Haager Land" fordert Verbesserungen im Haager Land

Unterschriftenaktion gegen schlechte ÖPNV-Verbindungen

Die Busverbindungen im Haager Land.
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Die Busverbindungen im Haager Land und Landkreis Mühldorf.
  • Marina Birkhof
    VonMarina Birkhof
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Haag - Die schlechte Bus- und Bahnverbindung - sie wird zu Recht von den Bürgern im Haager Land kritisiert. Nun wehrt sich die Gemeinde Haag mit einer neuen Unterschriftenaktion.

Es war wohl das vorherrschende Thema auf der diesjährigen Bürgerversammlung im Haager Bürgersaal: Der öffentliche Nahverkehr. Bürgermeisterin Sissi Schätz betonte, dass die Marktgemeinde zu dem vom Landkreis Mühldorf im Jahr 2013 beschlossenen ÖPNV-Gesamtkonzept noch einige Punkte zur Verbesserung eingereicht habe: 

  • Die Verbindung nach Mühldorf sei völlig unzureichend 
  • Verbesserungen auf der Linie Haag-München seien dringend notwendig (Messestadt anfahren, besserer Takt, Wochenendfahrten) 
  • Verbindungen nach Dorfen und Rosenheim seien so gut wie nicht vorhanden
  • Schon 2015 habe der Gemeinderat beschlossen, dass der Landkreis den MVV-Anschluss bis Haag prüfen und gegebenenfalls Kosten darlegen solle

Lange debattiert wurde das Thema auch im Kreistag. "In der letzten Kreistagssitzung wurde lediglich einer Verbesserung Haag-Mühldorf zugestimmt, das ist für uns nur halb zufriedenstellend", betont Schätz. "Wir möchten unseren Forderungskatalog durchsetzen, daran arbeiten wir konkret auch mit den Nachbargemeinden." 

Um dem Vorhaben Nachdruck zu verleihen, startet der Förderverein "Agenda 21 Haager Land" eine Unterschriftenaktion. Ein entsprechender Antrag sei laut Schätz auf der Bürgerversammlung am 19. Oktober eingegangen sowie angenommen worden und werde von der Gemeinde unterstützt. Auch der Kreistag werde sich nach Ansicht der Bürgermeisterin zu dem Antrag und dem Thema nochmal positionieren müssen. 

Der Förderverein beantragt in dem Schreiben, dass die Marktgemeinde das Anliegen der landkreisübergreifenden Buslinien mit den umliegenden Gemeinden im Bereich des Haager Landes und gegebenenfalls darüber hinaus erörtern solle. Das Ziel: Die Gemeinden sollen vergleichbare Anträge zu diesen Buslinien bei den jeweiligen Landkreisen einreichen.

Die Begründung der "Agenda 21 Haager Land" im Wortlaut: 

"Die Erreichbarkeit Haags und anderer Gemeinden im westlichen Landkreis Mühldorf mit Öffentlichen Verkehrsmitteln ist unzureichend, insbesondere an den Wochenenden und am Abend. Grundsätzlich begrüßen wir, dass der Landkreis Mühldorf die Planung eines ÖPNV- Streckennetzes im Landkreis und damit auch die Lizenzvergabe an die Busunternehmer in die Hand nehmen will. Bei der Neuvergabe regen wir an, in die Ausschreibung neben Elektroantrieben auch Mitnahmemöglichkeiten für Rollstuhlfahrer, Kinderwägen und Fahrräder aufzunehmen. 

Als ersten Schritt begrüßen wir das Vorhaben des Landkreises, eine Buslinie von Haag über Waldkraiburg nach Mühldorf im Stundentakt einzurichten. Doch Haag liegt am westlichen Rand des Landkreises. Es grenzen die Landkreise Erding, Ebersberg und Rosenheim an. Eine sinnvolle ÖPNV-Erschließung der westlichen Gemeinden muss daher landkreisübergreifend erfolgen. Daher halten wir es für sehr wichtig, dass sich die vier Landkreise gemeinsam mit den dortigen Kommunen für einen gemeinsamen landkreisüber- greifenden ÖPNV zusammenschließen. 

Wir fordern zusätzlich für die Buslinie 9410 Gars-München Ost (bzw. Max-Weber-Platz) ebenfalls einen Stundentakt sowie eine zusätzliche Haltestelle in der Messestadt Ost oder eine zeitliche Abstimmung mit der neuen Buslinie nach Mühldorf. Des Weiteren wünschen wir uns eine Busverbindung von Wasserburg Bahnhof über Rechtmehring und Haag nach Dorfen im Stundentakt mit Anbindung an die Bahnstrecken Mühldorf-Wasserburg-Rosenheim, Wasserburg-Ebersberg-München, sowie München-Dorfen-Mühldorf-Freilassing und für die beiden neuen Buslinien beantragen wir den Anschluss an den MVV."

Die Unterschriftenlisten liegen ab sofort in den Haager Geschäften aus. Voraussichtlich werde die Aktion über mehrere Wochen bis Ende des Jahres laufen

"Ich glaube, die Debatte um den ÖPNV entwickelt sich noch zu einem richtig politischen Thema, was uns wohl noch längere Zeit beschäftigen wird", sagt die Bürgermeisterin, die dem Förderverein angehöre, abschließend. 

mb

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