Mit der Geschäftsleitung "per Du"

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Haag: Solartechnikhersteller Schletter als Beispiel für Nachhaltigkeit.

Haag - Bei einer Betriebsbesichtigung erhielten 35 Mitglieder der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung die Chance einen Blick hinter die Kulissen des Solartechnikherstellers Schletter zu werfen:

Deutschland, das Musterland in Sachen Erneuerbare Energien, das ist das Image, das nach wie vor in der Öffentlichkeit vorherrscht und mit dem sich Politiker gerne schmücken. Inzwischen befindet sich die Solarbranche im Wandel und viele Unternehmen sind wieder vom Markt verschwunden.

Beim Unternehmen Schletter in Haag wuchs man mit Montagesystemen für die Solarbranche in den vergangenen Jahren zu einem der größten Anbieter weltweit. Davon konnten sich 35 Mitglieder der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) des Kreisverbands Mühldorf überzeugen.

Auf einer Fläche von 50.000 Quadratmetern produzierte Schletter in den vergangenen zehn Jahren für Solarteure Montagesätze mit einer Leistung von 15 Gigawatt. Das entspricht etwa 10 Kernkraftwerken. Gearbeitet wird derzeit im Zweischichtbetrieb, ohne Leiharbeiter und Werkverträge.

Einen klassischen Betriebsrat gibt es bei Schletter nicht. Ein Vertrauensrat ist erste Anlaufstation für Probleme am Arbeitsplatz und außerdem „steht die Bürotür vom Ludwig immer allen offen,“ versicherte Josef Pointner bei der Führung gegenüber den KABlern. „Geschäftsleitung und Belegschaft sind in dem Familienunternehmen per Du.“

Trotz der Erfolge sicherte sich Schletter rechtzeitig gegen politische Risiken der Energiewende in Deutschland ab und weitete die Geschäftstätigkeit international aus. Zusätzlich setzte man auf neue Geschäftsfelder. Heute werden in Haag für die Bahn Erzeugnisse aus Aluminium und Edelstahl gefertigt. Weitere Bereiche sind die Gebäudeautomation, Umwelttechnik und Elektromobilität.

Ganz ohne TTIP, einem geplanten Handelsabkommen zwischen Europa und den USA, ist schon 2008 der Sprung über den großen Teich geglückt. Inzwischen verfügt Schletter über drei Produktionsstandorte in Nordamerika. Auch in Afrika, Asien und Australien ist der „Familienbetrieb“ mit Produktionsstätten vertreten. Eine beeindruckende Erfolgsgeschichte, die ohne einer engen Kooperation mit dem verarbeitendem Handwerk und motivierten Mitarbeitern nicht möglich gewesen wäre. Schletter ist für die KAB ein gutes Beispiel für nachhaltiges Wirtschaften.

Pressemitteilung Katholische Arbeitnehmerbewegung e.V.

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