Altdeponie Schachenwald 

Sickerwasser-Einleitung in Haager Kläranlage spart fast 77.000 Euro 

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Haag - Das anfallende Sicherwasser aus der Deponie Schachenwald wird in Zukunft nicht mehr für viel Geld nach Burgkirchen gebracht: Die Marktgemeinde machte nun den Weg frei für eine Direkteinleitung in die eigene Kläranlage. 

Die Altdeponie Schachenwald bei Haag wurde vom Landkreis Mühldorf von Oktober 1983 bis Januar 1992 als letzte Landkreisdeponie betrieben und befindet sich nun in der Nachsorgephase. Der begrünte Hügel der ehemaligen Hausmüll-Deponie ist saniert und abgedichtet, die vorhandenen technischen Einrichtungen zur Gas- und Sickerwassererfassung werden regelmäßig überprüft und gewartet. 

Der Bauaauschuss Haag beschäftigte sich in seiner jüngsten Sitzung am 24. Juli mit der Frage der Direkteinleitung des Sickerwassers in die eigene Kläranlage

Teurer Abtransport nach Burgkirchen bald Geschichte

Bisher wurde und wird das anfallende Sickerwasser in ein Sammelbecken gefasst und zur Entsorgung per Lastwagen in die Industriekläranlage der Firma Infraserv nach Burgkirchen transportiert. Die Entsorgung in den benachbarten Landkreis Altötting verursacht abhängig von der Sickerwassermenge erhebliche Kosten - jährlich durchschnittlich 91.000 Euro.

Das Landratsamt Mühldorf ist daher an die Haager Verwaltung herangetreten mit der Bitte, die Situation zu verbessern. Auf Initiative des Wasserwirtschaftsamtes Rosenheim wurde angeregt die Deponiesickerwasserentsorgung zu ändern. Eine Entsorgung in der kommunalen Kläranlage der Marktgemeinde würde nämlich nur 14.500 Euro im Jahr kosten

Sondervereinbarung zum Beschluss nötig 

Haags Bauamtsleiter Andreas Grundner erklärt die Hintergründe aus der Sitzung : "Das Sickerwasser aus der Deponie hält die Grenzwerte der Abwasserverordnung ein, daher soll es in Zukunft in das in das Kanalnetz der Kläranlage Haag eingeleitet und behandelt werden. Wir haben den Vorschlag in der Sitzung grundsätzlich begrüßt und sehen es als positive Sache, wenn die Laster nicht mehr kilometerweit fahren müssen, um das Wasser zu entsorgen." 

Allerdings wurde der Tagesordnungspunkt unter Vorbehalt beschlossen: Nachdem die Mitglieder des Ausschusses dem Landkreis die Erlaubnis der Direkteinleitung des Sickerwassers aus der Deponie am Schachenwald in die Kläranlage erteilten, wurde der Beschluss um eine Sondervereinbarung zwischen der Gemeinde und dem Landkreis ergänzt.

Grundner erklärt dazu: "Es müssen noch technische Fragen geklärt werden. Dabei geht es beispielsweise um die Dosierung oder dass bei Starkregen nicht alles auf einmal in die Kläranlage fließt. Zur optimalen gedrosselten Direkteinleitung der Deponiesichkerwässer direkt vom Sickerwassertank aus wäre zudem die Herstellung eines Kanalanschlusses nötig." 

mb

Rubriklistenbild: © Großelohmann; Reinhold (dpa/Symbolbild)

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