Burgforschung und Tastmodelle für die Öffentlichkeit

Haager Schlossturm zum Anfassen 

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Das Wahrzeichen Haags soll anschaulicher werden - mit einer Schrift zur Burgforschung und Tastmodellen. 
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Haag - Der Schlossturm ist das Wahrzeichen der Marktgemeinde. Damit er auch in Zukunft im Fokus steht, sollen nun eine Schrift zur Burgforschung und anschauliche Modelle rund um den Turm erstellt werden. 

Das Landesamt für Denkmalpflege regte an, die vorhandenen Untersuchungen aus der Sanierung des Schlossturmes und der Ringmauer zu ergänzen und zusammenzufassen. 

Dr. Christian Kayser, Bauhistoriker des Münchner Ingenieurbüros Barthel und Maus, begleitet schon seit Jahren die Maßnahmen im ehemaligen Burgbereich. Zu diesem Bereich zählen neben dem Hauptturm und der Ringmauer auch der kleine Turm, die Löwenbrücke und Zehentstadel. In einer kurzen Aufstellung berichtete Dr. Kayser im jüngsten Verwaltungs- und Kulturausschuss der Marktgemeinde von den nächsten Schritten. 

Modelle zum Anfassen und Führungen geplant 

Der Haager Geschichtsverein befürwortet die Zusammenfassung der bisher ausgeführten Sanierungen sowie die Ausarbeitung einer Dokumentation. Die Vertreter regen sogar eine weiterführende Darstellung von Haag auf der Grundlage des Stiches von Wening an. Aus der Ausarbeitung könnten Tastmodelle, Animationen und Darstellungen verschiedener Bauepochen herausgearbeitet werden.

Der Geschichtsverein Haag wurde im Zuge der Schlosshofgestaltung bei der Bemusterung der Materialien beteiligt und ist mit einem Wunsch zur Veranschaulichung bei Führungen im Innenhof an die Verwaltung herangetreten.

Um den Besuchern die historischen Grundrisse und die enge Bebauung zur Hochzeit der Burganlage nahe bringen zu können wäre die Darstellung einzelner Bezugslinien hilfreich. So können sich Besucher auch ohne Führungen ein Bild von der ehemaligen Bebauung machen. 

Der Landschaftsarchitekt zeigte Möglichkeiten auf, Grundrisse darzustellen: Hauptsächlich sollen dieWände zum Turm und Ansatzweise die Trennwände der einzelnen Gebäude nachgebildet werden. Die wissenschaftliche Ausarbeitung von Dr. Kayser bietet dabei die Grundlage. Als Material wurde vom Vertreter des Geschichtsvereines Cortenstahl favorisiert. Als Verdeutlichung der ehemals bestehenden Bausubstanz könnte ein Tastmodell im Innenhof installiert werden, das dem Besucher einen dreidimensionalen Eindruck von der mächtigen Haager Burganlage vermitteln könnte.

Der Beschluss des Haager Ausschusses: 

Der Verwaltungs- und Kulturausschuss beschloss nach Abwägung von Für und Wider am 26. Juni die Leistungen zur Zusammenfassung und Ergänzung der Untersuchungen im Burgbereich an das Ingenieurbüro Barthel und Maus zum Angebotspreis von 47.957 Euro zu vergeben.

Das Landesamt für Denkmalpflege fördert die Maßnahme mit 50 Prozent. Förderanträge an die Landesstelle für nichtstaatliche Museen müssen noch gestellt werden. 

Zudem einigte man sich darauf, die Darstellung der Grundrisse zur Veranschaulichung für Besucher mit Stahlbändern aus Cortenstahl im Boden umsetzen zu lassen. Die Kosten von voraussichtlich 10.000 Euro werden im Haushalt hinterlegt. Weitere Einbauten wie das Tastmodell sind in Planungen.

mb

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