Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

"Lebensader" B12 - was steckt dahinter?

Die Bundesstraße 12 und der Haager Schlossturm: Unter diesen Zeichen wollen die fünf Gemeinden entlang der "Lebensader B 12" künftig ihre Entwicklung vorantreiben. Foto Günster
+
Die Bundesstraße 12 und der Haager Schlossturm: Unter diesen Zeichen wollen die fünf Gemeinden entlang der "Lebensader B12" künftig ihre Entwicklung vorantreiben.

Haag - Die meisten Bürger kennen die B12 als gefährliche Verkehrsader mit vielen Staus. Planer haben nun eine "Lebensader" daraus gemacht. Was steckt dahinter?

Das Konzept der interkommunalen Entwicklung wurde jetzt vorgestellt.

An dem Förderprogramm entlang der "Lebensader B12" beteiligen sich neben Haag Rechtmehring, Maitenbeth, Kirchdorf und Reichertsheim. In einem ersten Schritt wurde die Infrastruktur untersucht, dann erfolgte eine Bürgermeisterbesprechung und es wurden mit den planerischen Grundlagen Vergleiche unter den Orten gezogen.

Städteplaner von Angerer stellte nun im Haager Gemeinderat die Auswertung vor. Man habe nun eine erste gemeinsame "Nutzungsstruktur" mit Potenzialen und Konfliktbereichen vorliegen.

Die Vorhaben, die in das gemeinsame Programm einfließen könnten sind in Maitenbeth das historische Gebäude der Post und das neue Rathaus. Die Gemeinde habe grundsätzlich viel Asphalt und Leerstände. Rechtmehring sei von starker Verkehrsbelastung geplagt, habe einige sanierungsbedürftige Gebäude, will das Kriegerdenkmal verlegen und denke über einen Dorfplatz mit Tiefgarage nach.

Ramsau ist laut von Angerer im Zentrum von einer brachliegenden Fläche gezeichnet und will das Pfarrhaus in einen Bürgersaal umbauen. Kirchdorf könnte einen leeren Stadel unter Denkmalschutz zum Gemeindesaal umfunktionieren.

Zu verbessern sei die Vernetzung der Orte, auch durch Fahrradwege, das Vorantreiben eines Fremdenverkehrs für die Region und das Planen von interkommunalen Gewerbegebieten. Als vordringlich bewerteten die Bürgermeister die Sanierung des zentralen Haager Hallenbads.

Haag soll grundsätzlich kultureller Mittelpunkt sein und eine Stärkung als Unterzentrum erfahren. Im Haager Zehentstadel könnte man den Bauernmarkt ausweiten. Gemeinsame Projekte sollten die Gemeinden zusammenführen, aber auch Feste, die auf dem Haager Marktplatz unter dem Schlossturm für die Nachbargemeinden offen sein sollen.

Für die Weiterplanung braucht es die Zustimmung der Gemeinderäte. "Das können wir zur Kenntnis nehmen", kommentierte Hans Urban (CSU) dies. Die umliegenden Gemeinden ließen sich in ihre Ziele wohl kaum dreinreden. Ludwig Schletter (CSU) vermisste das ursprüngliche Ziel einer Aufwertung Haags als kulturellen Mittelpunkt. Das vorliegende Programm enthalte "viel Blabla", das Gutachten sei für 20.000 Euro sehr teuer gekommen.

Bürgermeister Hermann Dumbs stellte fest, die Gemeinden unterstützten Haag bei der Renovierung des Schlossturms. Herbert Zeilinger (CSU) fand, man solle den Wunsch der umliegenden Gemeinden nach einem intakten Hallenbad respektieren.

Städteplaner von Angerer verwies auf die Fördermittel, die sich für Haag mit diesem Programm erhöhten: "Es ist kein Schaden, wenn Haag für das Hallenbad Gelder bekommt." Allerdings habe die Gemeinde einen planerischen Mehraufwand. Die Nachbargemeinden könnten da gut "im Rucksack" mitgenommen werden.

Die künftige Gemeinsamkeit unterstrich dagegen Zweiter Bürgermeister Dr. Winfried Weiß (CSU). Das Programm sei als guter Anfang zu werten, um gemeinsame Aktionen in den nächsten Jahren durchzuführen, zum Beispiel gemeinsame Nutzungen im zentralen Zehentstadel. Die Zustimmung erfolgte schließlich mit nur zwei Gegenstimmen.

xy/Wasserburger Zeitung

Kommentare