Neue Details zur Sanierung des Haager Hallenbads *Mit Voting* 

Warum der Traum vom Kinderbecken plötzlich geplatzt ist 

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Es steht fest: Im sanierten Hallenbad wird es kein Kinderbecken geben. 
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Haag - Eine knappe halbe Million war wohl doch zu viel für die kleine Marktgemeinde. Im Zuge der anstehenden Sanierung des Hallenbads entschieden sich die Gemeinderäte gegen den Einbau eines Kinderbeckens. 

Anlässlich der Generalsanierung des Hallenbades des Schulverbandes Haag wurde geprüft, ob sich Erweiterungen realisieren lassen. Konkret stand die Idee der Einrichtung eines Kinderbeckens für Kinder ab dem dritten Lebensjahr im Raum. Zudem sollen die Dampfkabinen vergrößert werden. 

Eine knappe halbe Million für Zusatz Kinderbecken

Architekt Schmuck stellt dem Marktgemeinderat die Entwurfsplanung für ein Kinderbecken westlich am Bestand angegliedert vor. Dabei wurden mitunter Planungsdetails wie ein dreigeschossiger Anbau auf der Westseite des Hallenbades, die Unterbringung der Schwimmtechnik im Untergeschoss oder die der Lüftungstechnik im Obergeschoss. 

Die für die vorgestellte Planung entstehenden Kosten werden mit 459.500 Euro angenommen. Der Rat sei ursprünglich von Kosten in Höhe von 350.000 Euro ausgegangen und habe auf Zuschüsse gehofft.

Bürgermeisterin Sissi Schätz aber räumte in der Sitzung des Rats am 12. Februar ein, dass die Regelförderung ausscheide, da das Kinderbecken keinen schulischen Bedarf darstelle - die Gemeinde würde daher auf den Kosten sitzen bleiben. Da das Kinderbecken nicht als eigenständiges Projekt abgrenzbar sei, sei zudem eine Anfrage auf weitere Förderungen abschlägig beantwortet worden.

Ablehnende Haltung gegen Kinderbecken 

Mit einer großen Mehrheit - 15 zu fünf Stimmen - entschieden sich die Haager Räte dann überraschend gegen die Ergänzung des Kinderbeckens - es sei schlicht zu teuer

Die Kosten für die Vergrößerung der Dampfkabine schlagen im Vergleich zum Kinderbecken mit lediglich 5.000 bis 10.000 Euro zu Buche. Die Ergänzung "Dampfbad" wurde in die weiteren Planungen mit zwei Gegenstimmen aufgenommen. 

In seiner November-Sitzung 2018 hat sich der Marktgemeinderat nach einer mehrstündigen Diskussion und der Abwägung eines möglichen Ratsbegehrens für die Sanierung von Hallenbad und Turnhalle entschieden. Ein Neubau wäre zu teuer geworden. 

Insgesamt ist die Sanierung mit 7.8 Millionen Euro veranschlagt, für die auch der Schulverband grünes Licht erteilte.   

Was sagen Sie zu dem Beschluss? 

mb

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