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„Lebensbaustelle Realschule“

„Geht mutig euren Weg!“: Abschlussfeier der Haager Realschule

Den Haager Förderpreis überreichten für die Brauerei Unertl Juniorchef Lois Unertl (Zweiter von links) an Jonas Mittermaier (links), für die Kraftwerke Dr. Ulrich Schwarz (Vierter von links) an Dominik Gmyrek (Dritter von links), für die Molkerei Hermann Jäger (Dritter von rechts) an Leonhard Simmerl (Vierter von rechts) und für die Raiffeisenbank Thomas Cestaro (rechts) an Thomas Seidl (Zweiter von rechts).
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Den Haager Förderpreis überreichten für die Brauerei Unertl Juniorchef Lois Unertl (Zweiter von links) an Jonas Mittermaier (links), für die Kraftwerke Dr. Ulrich Schwarz (Vierter von links) an Dominik Gmyrek (Dritter von links), für die Molkerei Hermann Jäger (Dritter von rechts) an Leonhard Simmerl (Vierter von rechts) und für die Raiffeisenbank Thomas Cestaro (rechts) an Thomas Seidl (Zweiter von rechts).

102 Schüler verabschieden sich von der Haager Realschule, darunter 36 Einserschüler. Das haben die Absolventen vor.

Haag in Oberbayern – Mit stattlichen Leistungen verabschiedete die Haager Realschule 102 Absolventen in das Berufsleben, darunter 36 Einserschüler. Im Förderpreis der Haager Firmen erhielten die Besten ihrer Fächer einen Preis von 500 Euro. Spezieller Gast der Verabschiedung war Ministerialbeauf-tragter Wilhelm Kürzeder.

Von einer „Lebensbaustelle Realschule“ sprach Rektor Hermann Huber. Den Absolventen sei der digitale Unterricht zur Normalität geworden. Sie hätten aber auch gemerkt, dass Digitalisierung ohne menschliche Begegnung nur den halben Fortschritt bedeute. „Corona“ habe den Abgängern schmerzliche Verluste beigebracht durch den Wegfall einiger gewohnter Veranstaltungen. Trotz-dem hätten sie eine „ganz spannende Zeit“ durchlebt und gingen nun zum nächsten Bauabschnitt über. Sie seien durch den achtungsvollen Bildungsrang ein wichtiger Teil der Gesellschaft geworden.

Kürzeder gestand: „Eine meiner besten Zeiten habe ich als Schulleiter der Realschule Haag verbracht.“ Die Schüler häuften jeweils eine „ganze Menge an Theorie“ an. Zur Bildung zähle, zumindest in Bayern, aber immer noch Bildung von Herz und Charakter, Ehrfurcht vor Gott und der Schöpfung. Für die schwierige Zeit, die den Absolventen bevorstehe, sei humanistische Bildung wichtig. Die Haager Realschule vermittle sie nach wie vor vorbildlich.

Würdevoll gestalteten die musikalischen Einlagen die Feier in der Turnhalle, darunter der gewohnte Auftakt des Schulorchesters mit „Pomp and Circumstance“, ein Harfensolo und die Amboss-Polka der Realschulplattler. Zu einem „Stück Papier“, das aber sehr wertvoll sei, gratulierte stellvertretende Landrätin Ilse Preisinger-Sontag im Namen des Landkreises. Die Absolventen seien mit Wissen, aber auch mit sozialen Fähigkeiten ausgestattet und somit fähig, „gewappnet“ in ihre weitere Zukunft zu gehen.

Patricia Blabsreiter aus Lengmoos

An die Herausforderungen der letzten zwei Jahre erinnerte Elternbeiratsvorsitzende Stephanie Brandmaier und forderte auf: „Geht mutig euren Weg!“ An neuen Orten haben die Schüler nach Schülersprecherin Veronika Bohner ihre persönliche Reife vom hilflosen Kleinkind bis zum selbstbewussten Teenie erworben und dabei „ein Stück Erwachsenenleben gelernt“. Ihr Dank gelte den Familien und den Lehrern.

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Die Schüler mit Durchschnitten unter 1,5 bekamen von der stellvertretenden Landrätin Ilse Preisinger-Sontag einen Preis. Den Haager Förderpreis, den einst Brauereichef Alois Unertl ins Leben gerufen hatte, nahmen vier Absolventen für die Fächer Mathematik, Werken, Betriebswirtschaftslehre und Fremdsprachen in Höhe von 500 Euro entgegen. Für die Brauerei Unertl überreichte ihn Juniorchef Lois Unertl an Jonas Mittermaier, für die Kraftwerke Dr. Ulrich Schwarz an Dominik Gmyrek, für die Molkerei Hermann Jäger an Leonhard Simmerl und für die Raiffeisenbank Thomas Cestaro an Thomas Seidl. Den offiziellen Teil des „Freudentags“, so Konrektorin Eveline Abt, beendete der Sekt- und Weißbierempfang im einstigen Park der Englischen Fräulein.

Leonhard Simmerl, (1,08)

Leonhard Simmerl aus Maitenbeth

Leonhard Simmerl aus Maitenbeth nannte die Endspurtphase schwierig: „Man musste immer lernen.“ Er rät, nie aufzugeben, auch wenn man einmal eine schlechte Note hat. Er widmet sich nun der Ausbildung zum Produktdesigner. Die kommende Inflation, befürchtet er, macht das Leben schwieriger und teurer: „Das werden wir schon schaffen.“ Sein Hobby bleibt Bulldogfahren und Gewehrschießen.

Maximilian Simmerl, (1,17)

Maximilian Simmerl aus Maitenbeth

Maximilian Simmerl aus Maitenbeth, rät, immer an das Ende zu denken. Insgesamt sei das Schulleben sehr anstrengend gewesen. Wenn man aber wisse, man habe es bald geschafft, und optimistisch bleibe, sei es leichter. Er nimmt sich die Ausbildung zum Konstruktionsmechaniker vor. Die Zukunft glaubt er „relativ sicher“, doch: „Man weiß nie genau, was passiert.“ Jetzt aber freue er sich darüber, dass es weitergeht. Freude hat er am Radfahren.

Jonas Mittermaier, (1,18)

Jonas Mittermaier aus Wang

Jonas Mittermaier aus Wang, hat die Schulzeit „total genossen“. Seine Empfehlung lautet, im Unterricht aufzupassen. Schüler sollten die Disziplin aufbauen, auch dann zu lernen, wenn sie nicht mögen. Er will weiter auf dem Gymnasium die Schulbank drücken, um dann „vielleicht Naturwissenschaften“ studieren. Er geht optimistisch in die Zukunft und ist auf sie neugierig. Treu bleibt er seinem Hobby, dem Fußball, Lesen und Schach.

Verena Göschl, (1,18)

Verena Göschl aus Schönbrunn

Verena Göschl aus Schönbrunn, fand das letzte Jahr sehr schön, da es „normal“ im Klassenzimmer, und nicht zuhause ablief. Um gut abzuschneiden, rät sie, nie den Anschluss zu verpassen. Sie geht nun weiter an die Fachoberschule nach Wasserburg, um später im sozialen Bereich tätig zu werden. In die Zukunft will sie nur positiv blicken. Sie hofft, „dass alles wieder normal wird“. Ihr Hobby ist Jazztanz, Skifahren und Langlauf.

Anna Schweiger, (1,18)

Anna Schweiger aus St. Wolfgang

Anna Schweiger aus St. Wolfgang, war froh, das letzte Schuljahr unter gewohnten Bedingungen zu absolvieren. Viel geholfen habe ihr, dass sie im Unterricht aufgepasst habe. Nun tritt sie die Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement an. Skeptisch bleibt sie momentan gegen-über dem Weltgeschehen. „Man kann nicht viel machen, soll aber guter Dinge sein.“ Weiterhin wird sie ihren Hob-bies im Jazztanz und bei der Landjugend nachgehen.

Thomas Seidl, (1,18)

Thomas Seidl aus St. Wolfgang

Thomas Seidl aus St. Wolfgang, rät fürs erfolgreiche Lernen: immer am Ball bleiben und im Unterricht nicht den Anschluss verlieren. Seine Ausbildung wird er nun zum Notarfachangestellten in Dorfen beginnen. Den Abschied von der Realschule findet er traurig, weil er dann viele „Freunde nicht mehr so oft“ sieht. Einen schönen Zukunftsaspekt erwartet er damit, sein eigenes Geld zu verdienen. Er wolle „auf das Beste hoffen“.

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