Gräberfeld im Haager Land entdeckt

Pestfriedhof oder alte Grabstätte? Untersuchungen dauern an 

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34 Grabgruben wurden im Haager Land freigelegt. Wie geht es nun weiter mit den Funden aus dem alten Gräberfeld?  
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Kirchdorf bei Haag - 34 Grabgruben, 45 Bestattungen - Der Sensationsfund im Sommer 2017 war Gesprächsthema Nummer eins in der kleinen Gemeinde. Was ist seit der Entdeckung des altes Gräberfelds geschehen? 

Im August 2017 wurde im Zuge der Bauarbeiten der Erdgasfernleitung "Monaco" ein "nicht bekanntes frühneuzeitliches Gräberfeld" nordwestlich von Kirchdorf bei Haag gefunden. Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege hat archäologische Untersuchungen der Funde angeordnet.

Genaue Untersuchungen stehen noch an 

"Für die vollständige Bearbeitung und Auswertung der Funde wird im Moment noch ein wissenschaftlicher Bearbeiter gesucht, weswegen sich die Bekanntgabe genauer Details zu der Grabstätte verzögert", erklärt Dorothee Ott, Pressesprecherin des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege. 

Aktuell könne man noch nicht sagen, welche Art von Grabstätte man im Landkreis Mühldorf gefunden habe. Ob es sich um Gräber aus der Pestzeit oder nurmehr um eine Grabstätte früheren Ursprungs handle, sei zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch unklar. 

Ein erster Bericht über die Grabung sei derzeit in Arbeit, wie Ott auf Nachfrage von innsalzach24.de zum aktuellen Stand erläutert. Der Bericht soll in der zweiten Jahreshälfte in der Publikation "Das Archäologische Jahr in Bayern 2018" erscheinen.  

Wie geht es weiter mit den Funden? 

"Die Funde werden - sobald die Arbeiten entlang der gesamten Trasse abgeschlossen sind - in einem Zwischendepot des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege gelagert", so Ott abschließend. Ziel sei eine dauerhafte Archivierung. Um diese auch sicherzustellen, werden die Fundeigentümer gebeten, ihr anteiliges Eigentum an den Freistaat Bayern abzutreten.

Alte Grabstätte neben Erdgasrohren 

mb

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