Bürgermeisterstichwahl in Kirchdorf

Linner: "Gemeinsam neue Ziele erarbeiten"

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Kirchdorf - Bei der Bürgermeisterstichwahl hat sich Alfons Linner klar gegen Hubert Sailer durchgesetzt. Lesen Sie hier die Reaktionen der Kandidaten.

"Ich bin schon ein bisschen enttäuscht, aber es hält sich in Grenzen, weil ich fast damit gerechnet habe", sagt Hubert Sailer von der FWG Kirchdorf am Tag nach der Stichwahl im Gespräch mit unserer Redaktion. Sailer hatte am Sonntag gegen Alfons Linner (FWG Berg) mit 40,7 Prozent der Stimmen klar das Nachsehen - und das, obwohl die beiden Kandidaten im ersten Wahlgang noch beinahe Kopf an Kopf gelegen hatten. Sailer hatte, wie er jetzt erzählt, im Vorfeld der Stichwahl vermutet, dass die Wähler der unterlegenen Kandidatin aus dem ersten Wahlgang Christa Heindl (CSU) in der Stichwahl größtenteils Linner wählen würden. "Und so war es dann auch", sagt Sailer.

"Hätte in der Höhe nicht damit gerechnet"

Freude dagegen bei seinem Mitbewerber Alfons Linner, der mit 59,3 Prozent der Stimmen die Wahl klar für sich entschieden hat und am 1. Mai die Nachfolge von Bürgermeister Johann Haslberger (FWG Fürholzen) antreten wird. "Ich bin sehr erfreut über das Ergebnis. Ich hätte nicht ganz in dieser Höhe damit gerechnet", sagt Linner gegenüber unserer Redaktion. Ab sofort möchte sich der kommende Bürgermeister über die Verwaltungsaufgaben informieren, um sein Amt im Mai gut vorbereitet antreten zu können. Auch einige Ideen möchte Linner wenn möglich sofort anpacken. So soll beispielsweise der Internetauftritt der Gemeinde überarbeitet werden.

"Gemeinsam neue Ziele erarbeiten"

Ein großes künftiges Projekt sieht Linner in der strukturellen Gestaltung der Gemeinde. "Wir hatten eine Dorferneuerung angeregt, die gescheitert ist", erzählt Linner. Eine Dorferneuerung ist für den kommenden Bürgermeister kein Muss, strukturelle Veränderungen will Linner in Kirchdorf aber durchaus umsetzen. "Wir müssen gemeinsam für die Gemeinde neue Ziele erarbeiten und die Gemeinde nach den Wünschen der Bürger und den Möglichkeiten der Gemeinde neu strukturieren." Exemplarisch nennt Linner das Gemeindehaus, für das gemeinsam mit allen Beteiligten ein Nutzungskonzept erarbeitet werden soll.

Die Gemeindepolitik möchte Linner in Zusammenarbeit mit allen Gemeinderäten gestalten. Fraktionsdenken ist in Kirchdorf ohnehin nicht üblich. Die drei Listen (FWG Berg, FWG Kirchdorf und FWG Fürholzen) gehen auf die Ortsteile der Gemeinde zurück und haben im Stadtrat eher geringe politische Bedeutung.

Sailer: "Schauen, wie sich die Finanzen entwickeln"

Trotz seiner Niederlage weiter in der Gemeindepolitik engagieren will sich auch Hubert Sailer, schließlich ist er in den Gemeinderat gewählt worden. "Ich möchte mich gut in den Gemeinderat einbringen", kündigt Sailer an, dem zuvorderst daran gelegen ist, dass laufende Projekte abgearbeitet werden. So würde sich etwa die Kanalsanierung seit Wochen verzögern. Was zukünftige Projekte angeht, steht für Sailer die Machbarkeit an erster Stelle: "Wir müssen schauen, wie sich die Finanzen entwickeln."

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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