Habichtkobel: Schon wieder Vandalen am Werk

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Haag - Es hat schon Tradition - jedoch eine schlechte! Immer wieder wird der Aussichtsplatz am Habichtkobel mutwillig beschädigt. Nun haben Vandalen wieder zugeschlagen!

„Da stellt es einem die Haare auf!“ schimpft Sepp Herzog. Zum wiederholten Mal registrierte er mutwillige Beschädigungen am Habichtkobel. Mit Alois Herzog hatte er letztes Jahr hier zwei neue Kastanienbäume eingepflanzt. Den Sommer über restaurierten die beiden das Steindenkmal. Auf seinen Rundgängen warf Sepp Herzog regelmäßig einen Blick auf diesen „schönen Flecken Natur“, der dem Spaziergänger beim Ausruhen auf der Bank die Sicht auf die Alpenkette freigibt. Nun waren mutwilig die Spitzen der Kastanienbäumchen abgebrochen.

„Warum beschädigen sie so einen Aussichtsplatz?“, wundert sich Sepp Herzog. Den Ort suchen im Sommer vor allem die Bewohner des nahen Bürgerheims St. Kunigund auf. Schon in den 1930er-Jahren hatten die Englischen Fräulein des Haager Instituts die Idylle erkannt und hier ein gusseisernes Kreuz aufgestellt, zwei Kastanien gepflanzt und eine Bank hingesetzt. Bereits damals wurde der außerhalb des Zentrums im Süden Haags gelegene Panoramastandort, wie man vermutete, von Jugendlichen, die sich dort einstellten, beschädigt.

Kopfschütteln und Ärger

Robert Scherzer vom Haager Verschönerungsverein organisierte die komplette Erneuerung des Standorts und ließ 1987 zu den beiden „Ruhebänken“ auch den Bildstock mit Gottesmutteremblem und der Aufschrift „Alpenblick am Habichtkobel 1987“ errichten. Dazu pflanzte man 25 Sträucher.

Und schon ging der alte Ärger von Neuem los: Die Bänke waren demoliert, die Sträucher beschädigt, der Papierkorb kaputt und der Platz mit allerlei Rückständen übersät. Einmal wurden gar die Bäume angezündet. Immer wieder hatte der Verschönerungsverein Ärger, der inzwischen auch eine Natursteintreppe zur Anlage gebaut hatte.

Die Idylle betreuen mittweile Sepp Herzog und Alois Herzog, die auf die immer wieder auftretenden Zerstörungen mit Kopfschütteln und Ärger reagieren.

Wasserburger Zeitung

Rubriklistenbild: © pa

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