Größere Mensa für Haager Schule

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Platz für die neue Mensa mit 80 Plätzen.

Haag - Mit bis zu 200 Mittagessen pro Tag rechnet man künftig in der Haager Schule. Daher wurde nun die Mensa größer geplant als bisher. Die Sanierung der Volksschule bildete den Schwerpunkt der Schulverbandsversammlung.

Einstimmig befürwortete das Gremium, den künftigen Anforderungen des Ganztagesbetriebes Rechnung zu tragen und die Mensa neu zu planen. Das Planungsteam mit Architekt Johann Schmuck, Bernd Achterling (Sanitär) und Manfred Hajek (Elektro) erläuterte vorweg in einer Begehung den aktuellen Baufortschritt. Das weitere Konzept müsse berücksichtigen, dass die Ganztagesangebote ausgebaut werden. Haag verfüge derzeit in der Grundschule über eine fünfte und siebte Klasse im Ganztagesunterricht. Daneben soll auch für die Grundschule ein entsprechender Zug aufgebaut werden.

Das gemeinsame Mittagessen gilt dabei als selbstverständlich. Langfristig schätzen die Planer für Haag einen Bedarf von 160 bis 200 Mittagessen pro Tag. Die aktuelle Planung sieht eine Mensa mit einer Grundfläche von 88 Quadratmetern und einer Kapazität von 80 Plätzen vor. Auch bei einem zunächst angenommenen "Zweischichtbetrieb" stößt das derzeitige Konzept im Rahmen der Gesamtsanierung nach Ansicht der Planer bald an seine Grenzen. Eine Erweiterung schlugen sie durch den Anbau eines Wintergartens an der östlichen Seite der Mensa vor. Das bringe eine zusätzliche Ausweitung um 25 Quadratmeter und 20 Plätze. Zu berücksichtigen seien dann aber auch die zusätzlichen technischen Vorkehrungen für die Küche. Unverzichtbar bleibe dabei der Einbau einer Lüftungsanlage für die Küche. Für den Bereich der Mensa sei er empfohlen, wenn der nun vorgeschlagene Ausbau des Wintergartens verwirklicht werde. In der Beratung entschlossen sich die Mitglieder des Schulverbandes unter Vorsitz von Bürgermeister Hermann Dumbs für die von den Projektanten angeregte größere Mensa. Dazu kommt eine "zukunftsfähige technische Ausstattung" von der Lüftungsanlage und dem Fettabscheider bis zur elektrischen Infrastruktur. Die Planer rieten zur Einschaltung eines Küchenprojektanten.

Die Änderung im Sanierungskonzept verursacht nach Kämmerer Manfred Mörwald nun Mehrkosten in Höhe von 140 000 Euro. Kritische Töne brachte dazu Bürgermeister Josef Kirchmeier aus Maitenbeth an. Er gab zu bedenken, dass die Schülerzahlen den aktuell beschlossenen Aufwand erst in mehreren Jahren rechtfertigen würden. Die Gemeinden Maitenbeth und Rechtmehring hätten momentan den Unterhalt für ihre gemeindeeigenen Grundschulen zu begleichen. Gleichzeitig sollten sie nun auch den anteiligen Aufwand für die Sanierungskosten der Haager Grundschule über die Schulverbandsumlage schultern, "obwohl diese nicht von Kindern aus Maitenbeth und Rechtmehring besucht wird". Ohne Diskussion befürwortete man schließlich ein Eilgeschäft. Es betraf die Einrichtung der neuen Verwaltung, die sich ab dem nächsten Schuljahr gleich am Eingang befindet. Das Mobiliar für Rektorat, Konrektorat, Sekretariat und Erste-Hilfe-Raum musste sofort in Auftrag gegeben werden, damit die Räume zum Schuljahresbeginn bezogen werden können. Die Kosten dafür bezifferte Kämmerer Manfred Mörwald auf 20 000 Euro.

xy/Mühldorfer Anzeiger 

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