Die ersten Autos nach dem Hangrutsch

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Im Bereich von Daumoos, wo die geologischen Verhältnisse am schwierigsten sind, ist eine Verlängerung der Bauarbeiten am Hangrutsch nicht zu vermeiden. Gestern konnte der Verkehr ab Mittag die Straßenverbindung wieder halbseitig nutzen (unser Bild).

Gars - Es ist fast ein Jahr her, dass ein Hangrutsch die Straße zwischen Gars und Aschau unpassierbar machte. Jetzt fuhren wieder die ersten Autos!

Die halbseitige Verkehrsfreigabe der seit fast einem Jahr gesperrten Straße von Gars nach Aschau war für Weihnachten angepeilt. Gestern teilte das Staatliche Bauamt in Rosenheim mit, dass es nun soweit ist, allerdings nur für Fahrzeuge mit einem Gewicht bis zu 3,5 Tonnen. Zur Mittagszeit räumte das Bauamt die letzten Barrieren beiseite.

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Im Winter vergangenen Jahres begann der Hang bei Daumoos zu rutschen und die Staatsstraße von Gars nach Aschau am Inn musste im Frühjahr 2011 für den Verkehr gesperrt werden, da mit einem Abrutschen der Straße in diesem Abschnitt zu rechnen war.

Es folgten aufwendige geologische Untersuchungen und Gutachten, bis mit der Sanierung begonnen werden konnte, gingen Frühjahr und der halbe Sommer ins Land. Im August startete man dann mit der Sanierung der Hangrutschung.

Die Arbeiten verliefen anfänglich nach Plan, dann aber, Anfang September, kam es zu einem unvorhersehbaren erneuten Geländebruch, der zusätzliche geologische Aufschlüsse und erneute Standsicherheitsberechnungen erforderte.

So mussten zur Herstellung der Standsicherheit zusätzliche Stahlbetonbalken von Höhe der Straßenoberkante bis Unterkante der steilen Geländeböschung geführt werden.

Diese Balken werden mit bis zu 15 Meter langen Ankern in den anstehenden Boden verdübelt. Die Ausführung der Verdübelungselemente und der Stahlbetonlisenen führte zu einer Verlängerung der Bauzeit.

Am Dienstag dieser Woche nun schaute sich ein Gutachter die Baustelle an und das Staatliche Bauamt in Rosenheim konnte gestern mitteilen: "Der am meisten gefährdete Abschnitt kann bis heute, Freitag, 23. Dezember, fertiggestellt werden, sodass eine halbseitige Verkehrsfreigabe ermöglicht wird.

Die Befahrbarkeit ist aber nur für Fahrzeuge mit tatsächlichem Gewicht bis 3,5 Tonnen zulässig, da die Arbeiten in ebenfalls gefährdeten Randbereichen nicht fertiggestellt werden konnten." Die jetzige Witterung lässt eine Fortführung der Spritzbetonarbeiten nicht zu. Sobald die Temperaturen dies zulassen, werden die Arbeiten fortgeführt. Hierfür wird noch eine Bauzeit von etwa drei Wochen erforderlich sein.

re/Waldkraiburger Nachrichten

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