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Geld für VHS und Reduzierung bei Migrationsberatung 

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Gars am Inn - Eine ganze Reihe von Themen stand bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderats auf der Tagesordnung.

Zunächst befasste sich das Gremium mit der Aufstellung eines Bebauungsplans für den Bereich des Redemptoristenkloster und des Gymnasiums. Hierzu waren keine Stellungnahmen aus der Bevölkerung eingegangen, das Gremium behandelte im Übrigen diejenigen der Behörden und Träger öffentlicher Belange und stimmte am Ende für die Weiterführung des Verfahrens.

Weiter ging es mit einer Änderung des Bebauungsplans für den Bereich der Volksfestwiese. Dort soll ein Mehrfamilienhaus mit acht Wohneinheiten entstehen. "Da ein Nachbar keine Unterschrift dazu gegeben hat und ein weiterer seine zurück zog, braucht es hier eine Änderung des Bebauungsplans", berichtete Bürgermeister Norbert Strahllechner (Freie Wähler). Am Ende stimmte der Gemeinderat dem ebenso zu, wie einer Änderung des Bebauungsplans für den Bereich der Marktstraße. 

Kiesgrube wieder Thema

Dann ging es um die in der Gemeinde höchst umstrittene Kiesgrube Dörfl. Das Landratsamt hatte dem Gemeinderat noch einmal eine Gelegenheit gegeben, sein Einvernehmen für deren Erweiterung um eine Kiesbrecher- und eine Siebanlage zu erteilen. Der verweigerte es jedoch weiterhin. Als Grund führte er die Unzufriedenheit der Anwohner mit der Lärm- und Staubbelastung durch den Betrieb und weitere Probleme an. Dennoch wird das Landratsamt voraussichtlich das Einvernehmen der Gemeinde durch das seine ersetzen. Denn es handelt sich um eine sogenannte privilegierte Nutzung. 

Dem folgte ein Antrag des Inntaler Anglerbund e.V. auf die Verlängerung des bestehenden Pachtvertrages für zwei Bäche im Gemeindebereich zu besonders vorteilhaften Konditionen. Der Rat stimmte dem einstimmig zu, mit der Begründung, der Bund leiste durch seine Umweltschutzmaßnahmen dort einen wichtigen Beitrag. Ebenso gab es Zustimmung für einen Antrag der Gemeindebücherei um eine Unterstützung von 500 Euro für deren 100-Jahr-Feier.

Geld für VHS und Kürzung bei Migrationsberatung

Auch die Übernahme des Defizits der Volkshochschule (VHS) Haag wurde genehmigt. Diese wird 2019 523 Euro betragen. Die VHS befindet sich derzeit in einer prekären finanziellen Situation.Daher wird nun ein interkommunales Konzept umgesetzt, bei dem alle Gemeinden, aus denen Einwohner das Angebot nutzen, einen entsprechenden Beitrag leisten.

Hinsichtlich der weiteren Finanzierung der Migrationsberatung der Caritas in diesem Jahr beschloss der Gemeinderat, diese nur noch alle zwei Wochen statt wöchentlich anzubieten. So können die Kosten von rund 3400 auf etwa 1700 Euro halbiert werden. Hintergrund ist, dass die Gemeinde ab diesem Jahr selbst die Kosten dafür tragen muss, nachdem dies zuvor der Landkreis übernahm. 

"Fakt ist: Bei uns in Haag funktioniert die Migration derart gut, dass von höherer Stelle kein Finanzierungsbedarf mehr gesehen wird", erklärte Bürgermeister Strahllechner. Dennoch solle das Angebot, in reduzierter Form, noch in diesem Jahr aufrecht erhalten werden. "Es wird einfach noch weiter gut angenommen und auch Einheimische nutzen die Gelegenheit, sich in anderen Dingen bei der Mitarbeiterin der Caritas zu informieren."

Abschließend beschloss der Rat noch eine Verlängerung des Barbetriebs auf dem Volksfest. So soll dem Wirt eine Refinanzierung des "Weiß-Blauen Stammtisch" ermöglicht werden.

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