Gemeinderat gibt Finanzspritze

Braucht Gars einen Familien-Stützpunkt?

  • schließen
  • Weitere
    schließen
  • schließen

Gars - Mit zahlreichen Krippen- und Kindergartenplätzen sowie unterschiedlichen Schularten zeigt sich die Marktgemeinde Gars bereits offen für Familien. In der jüngsten Sitzung hat sich der Gemeinderat nun dafür ausgesprochen, dass Gars ein Familien-Stützpunkt wird. Nach einer Ausschreibung des Landratsamtes bewarb sich das Kinderhaus St. Antonius darum.

Sachaufwandsträger ist die Kommune, weshalb nun dieser Tagesordnungspunkt behandelt wurde.

Bürgermeister Norbert Strahllechner diskutierte mit seinen Räten darüber, ob die Errichtung eines Familien-Stützpunktes die Gemeinde noch attraktiver erscheinen lassen könne und ob man sich dadurch als Kommune familienfreundlicher präsentieren könne. "Vom Amt für Familie und Soziales würde ein Mitarbeiter ungefähr zehn Wochenstunden für Beratungen in Gars bereitstehen, um Eltern sowie alleinerziehende Mütter und Väter zu beraten", erläutert der Rathauschef.

Finanziell muss Gemeinde zuschießen

Durch den Landkreis seien Zuschüsse vorgesehen, einige Tausend Euro jährlich für Personal- und Sachkosten blieben jedoch für dieses Beratungsangebot bei der Gemeinde hängen. Hilfesuchende Familien könnten sich beim Familien-Stützpunkt melden und müssten nicht mehr weite Wege bis nach Waldkraiburg oder Mühldorf auf sich nehmen, um eine Beratung zu erhalten. "Die direkte Nähe zum Kinderhaus und zur Schule ist wichtig und auch die Tatsache, dass das Team des Kinderhauses beispielsweise den Bedarf abschätzen und vermitteln kann", betont das Gemeindeoberhaupt.

Auch für das Garser Umland und die Nachbargemeinden könnte das Beratungsangebot interessant sein, hieß es in der Diskussion. Der leitende Beamte, August Grundner, gab zu bedenken, dass nach Aussage des Amtes für Familie und Soziales der Bedarf an Beratungen steige. Die Belastungen für Familien würden größer, dadurch seien Hilfestellungen notwendig.

Durch die vielen Schulen und das Kinderhaus in Gars sei man hier besonders für solch eine Beratungsstelle im Ort geeignet, so Grundner. Das Kinderhaus solle eng in diesen Stützpunkt eingebunden sein und würde auch die allgemeine Trägerschaft übernehmen. Anton Lentner fragte nach, ob nicht auch andere Gemeinden dazuzahlen könnten, wenn das Angebot des Familien-Stützpunktes auch für Bürger aus den Nachbargemeinden zur Verfügung stünde. Räumlichkeiten für den möglichen Familien-Stützpunkt könnten zunächst im alten Grundschulgebäude zur Verfügung gestellt werden.

Rückmeldung wird erbeten

Wichtig war den Räten, dass man sich zwar für eine Errichtung des Familien-Stützpunktes in Gars ausspreche, doch nach einigen Jahren eine Abschätzung haben wolle, ob das Angebot auch genutzt werde. "Es ist wichtig, dass wir sehen können, ob diese Beratungsstelle auch angenommen wird, wenn wir als Gemeinde hier finanzielle Unterstützung geben", betonte Monika Söll. Die Gemeinderäte stimmten für die Errichtung eines Familien-Stützpunktes, wollen dies jedoch zeitlich zunächst beschränken und bitten nach ungefähr zwei Jahren um Rückmeldung zur Akzeptanz, um dann gegebenenfalls neu über weitere Finanzspritzen zu entscheiden.

Rubriklistenbild: © Silvia Marks

Zurück zur Übersicht: Gars am Inn

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser