Findet Haager Faschingszug statt?

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Nimmt die Diskussion um den Haager Faschingszug ein positives Ende? (Symbolbild)

Haag - Der Streit um den Haager Faschingszug nimmt keine Ende! Das Problem der technischen Gutachten für die Faschingswagen ist immer noch nicht gelöst. Aber: Die Gemeinde ist zu einem finanziellen Zuschuss bereit.

Faschingspräsident Herbert Zeilinger hatte für die Faschingsgesellschaft Haag den Antrag auf Zuschuss gestellt. Er begründete ihn damit, dass der Verein letztes Jahr zur Durchführung des Zuges mit Kehraus 2400 Euro allein für elf Mann vom Sicherheitsdienst ausgeben habe müssen. Heuer soll man laut Auflage 16 Mann stellen: "Das sind erhebliche Mehrkosten." Geringere Einnahmen habe die FaGeHa auch dadurch zu erwarten, dass dieses Jahr statt um Mitternacht bereits um 22 Uhr Schluss gemacht werden soll. Die Veranstalter wollen aber auch heuer die Sicherheit gewährleisten, und zwar nicht nur am Bräuhausplatz. Dabei solle die Gemeinde zumindest finanziell helfen, wie das auch andere Städte handhaben.

Sigmund Heilmaier (CSU) verwies auf die Feuerwehr, die alle Jahre Sicherheitsaufgaben übernehme. Die FaGeHa solle offenlegen, was sie mit der Veranstaltung verdiene. "Zu 100 Prozent", so Zeilinger im Gegenzug, verwende die FaGeHa die Einnahmen aus dem Faschingstreiben für die Jugendarbeit. Sie gewährleiste neben der alljährlichen Einkleidung beispielsweise auch, dass alle drei Garden aus Sicherheitsgründen zu allen Auftritten mit dem Bus fahren können.

Stefan Högenauer (CSU) fiel auf, dass der Kehraus regulär um Mitternacht ende. Warum müsse das in Haag anders sein? Dahinter steckt laut Bürgermeister Hermann Dumbs eine Aufforderung der Staatsanwaltschaft, besser aufzupassen. Es sei nun alle Jahre etwas passiert. Letztes Jahr habe es den Unfall mit einem Faschingswagen gegeben, der eigentlich gar nicht fahren hätte dürfen. Die Polizei habe also für 2010 ein Ende um 20 Uhr gefordert. Da habe er um zwei Stunden verlängert. Die FaGeHa habe auch das Angebot, die Veranstaltung im Bürgersaal durchzuführen. Dort gelten im Gegensatz zu öffentlichen Plätzen keine Einschränkungen. Überall werde künftig das Treiben strenger reguliert, "weil mehr passiert".

"So wird alles kaputt gemacht", stellte Ludwig Schletter (CSU) fest. Mit Erhöhung der Auflagen könne man Fasching wie Volksfest scheitern lassen. Ein Zusammenhang zwischen dem letztjährigen Unfall und dem vorzeitigen Ende um 22 Uhr lasse sich nicht erkennen, meinte er.

Zweiter Bürgermeister Dr. Winfried Weiß (CSU) stellte fest, dass um 22 Uhr am Faschingsdienstag die Kehrausgäste nicht zu feiern aufhören wollten und die Beschränkung nicht für die Lokale gelten. Eva Rehbein (SPD) meinte, die Gemeinde solle das Security-Personal zum Teil übernehmen. Das könnte dann auch außerhalb des Partybereiches kontrollieren, vor allem "Leute, die Ärger machen".

Dafür sei die Polizei zuständig, so Bürgermeister Hermann Dumbs. Die Beamten seien letztes Jahr, berichteten Hans Urban und Herbert Zeilinger (CSU), aber schon um 22 Uhr nach Hause gefahren und hätten Feierabend gemacht.

Ein Rütteln an 22 Uhr für den Kehraus 2010 kam für Bürgermeister Hermann Dumbs nicht in Frage. Er habe die Anordnung in Absprache mit Landratsamt und Polizei getroffen und nehme sowieso schon zwei Stunden mehr auf seine Kappe. Sissi Schätz (SPD) appellierte, die Sicherheitstruppe deutliche Präsenz zeigen zu lassen. Der friedliche Ablauf habe Priorität. Dann könne man auch mitfinanzieren.

Thomas Sax (CSU) schlug die Übernahme der Hälfte der Kosten vor, Zweiter Bürgermeister Dr. Winfried Weiß (CSU) die Übernahme der neuen fünf Einsatzkräfte, also ungefähr 1000 Euro. Dem letzten Vorschlag stimmten schließlich 15 gegen drei Gemeinderäte zu.

xy/Wasserburger Zeitung

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