Während der Ferien wird die Schule saniert

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Große "Wohlfühlzimmer" haben die Kinder in der Grundschule. Dank der alten Bausubstanz blieben die größeren Flächen erhalten, gestaltet wurden sie aber ganz modern.

Haag - Die Haager Schüler haben Osterferien, in ihrer Schule dagegen hat jetzt der Endspurt bei der Sanierung begonnen. Bis Ende des Sommers soll sie abgeschlossen sein.

Außenanlagengestaltung und Mitteltrakterneuerung sollen bis Ende Sommer abgeschlossen werden. Die einstige Hauptschule, jetzt Mittelschule, war zuerst fertig und erstrahlt seitdem auch nach außen in neuen Gelbtönen. Nun bekam auch die Grundschule nebenan mit dem Orange ein neues Gesicht. Alles "warme Töne", so Rektorin Raimunda Bruckmaier. Und auch die neu gestalteten Klassenzimmer verströmten jetzt ein "Wohlfühlen": "Es ist eine Freude reinzugehen."

Bürgermeister Hermann Dumbs und Architekt Johann Schmuck sind jetzt, kurz vor Abschluss, überzeugt, dass die Haager mit der Renovierung ihrer Schule mehr Vorteile haben, als wenn sie eine neue gebaut hätten. Die Größe der Klassenzimmer richtetet sich nämlich nach dem Bestand, das bedeutet 72 Quadratmeter. Den Standard für neu gebaute Klassenzimmer fuhr man inzwischen aus Kostengründen auf 52 Quadratmeter zurück.

Das wirkt sich vor allem auf die Grundschule positiv aus. "Wir haben eine fast durchgängige Klassenstärke von 25/26 Schülern, also starke Klassen", so Rektorin Bruckmaier. Wie die Mittelschule ist jetzt auch die Grundschule komplett fertig und "alles wie neu", berichtet Architekt Johann Schmuck. Renoviert habe man bis auf das Grundskelett alles, auch die erdgeschossigen Anbauten.

Neu sind die Klassenzimmer, Fenster, Decken, Böden, die gesamte Technik. Sämtliche Rohrdurchführungen sind nun brandgeschützt und entsprechen der aktuellen Verordnung. In puncto Sanitärerneuerung rüstete man auf aktuellen hygienischen Standard nach bis zum Einbau neuer Heizkörper.

In den zweiten Stock der Grundschule zog die Förderschule des Landkreises ein. Erstmals kann sie damit einheitlich und nicht in verteilten Räumen untergebracht werden. Auf einen neuen praktischen Stand brachten die Sanierer auch die Einteilung vom Differenzierungszimmer bis zum Computerraum.

In den Osterferien hat nun die Erneuerung des Verbindungsbaus von Mittel- und Grundschule begonnen. Hier waren während der Bauphase der Mittelschule die Ausweichklassen untergebracht. Dafür entstehen neben einem Gang zwei neue Klassenzimmer, Differenzierungsräume, ein Musik- und Aufenthaltsraum. Am Ende des Ganges wurden im Untergeschoss der neue Werkraum untergebracht und Toiletten für Schüler und Lehrer.

Nach neuesten Vorschriften wurde ein Fluchtweg für die Grundschule mit Abgang zum Pausenhof gestaltet. Die Mittelschule erhielt den Fluchtbalkon. Den Zeit- wie Kostenrahmen konnte man laut Architekt Schmuck einhalten, wenn auch Hürden zu meistern waren. So musste im Anbau des Ergeschosses das Dach aus Brandschutzrichtlinien abgenommen, die alte Decke durch eine neue ersetzt und eine Akustikdecke ergänzt werden: "Das war ein wesentlicher Mehraufwand."

Abschließend werden die Außenanlagen inklusive Pausenhof in Angriff genommen, sodass zum nächsten Schulbeginn alles neu ist. Dann hält es bestimmt "wieder 30 Jahre", prognostiziert Johann Schmuck - voraussichtlich. Denn die Abschnitte der Erneuerungen würden "immer schneller" folgen. Heute steuert Hausmeister Harald Schönstein die Heizung über Laptop. Das könnte in zehn Jahren schon wieder ein alter Hut sein.

xy/Wasserburger Zeitung

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