"Erfreulich, unfallfrei"

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Positive Zwischenbilanz zogen Bademeister und Pächterin bei der Freibadsaison.

Haag - Halbzeit heißt es für die Badesaison im Haager Freibad. Die Bilanz von Bademeister Jörg Berchtenbreiter lautet: "Erfreulich, bisher unfallfrei."

Pächterin Carmen Drasdo erlebte "drei optimale Wochen".

"Wir können als Haager auf das Freibad nur stolz sein", findet Zweiter Bürgermeister Dr. Winfried Weiß. Die Einrichtung werde sehr gut angenommen und das Erscheinungsbild allseits gelobt. Also habe sich das kosten- und zeitintensive Herrichten gelohnt. Großer Dank gebühre im Nachhinein nochmals allen Helfern.

"Wenn das Wetter passt, kommen die Leute", so Carmen Drasdo, Pächterin von Kiosk und Freibadstüberl. Den Rekord der bisher "drei optimalen Wochen" hält ein Sonntag mit 2000 Gästen. Kühlt es jedoch ab, bleiben die Badefreunde aus: "Bei 18 Grad Wassertemperatur kommt kaum einer."

Garantierte 28 Grad hat nur das Kinderplanschbecken, das mit Solartechnik beheizt wird. Auch aus den zwei Innenduschen fließt warmes Wasser. In Auftrag gegeben wurde für das Planschbecken ein Sonnensegel. Das finanzieren die "Freibadfreunde", die auch das wasserspeiende Plastikkrokodil auf eigene Kosten besorgten.

Erstmals seit der Sanierung wurde wieder Eintritt verlangt. "Das hat ganz gut geklappt", so Jörg Berchtenbreiter. Am Eingang solle aber ein Drehkreuz angebracht werden. Es komme schon vor, dass sich manche hereinschwindeln. Viele hätten Jahreskarten. Die Arbeit trifft Pächterin Carmen Drasdo. Sie muss zum Ansturm auf das Freibad bei Sonnenschein mit Helfern an der Kasse gerüstet sein und diese aus eigener Tasche bezahlen.

Nicht nur wegen des Kassierens des Eintrittes, den sie an die Gemeindekasse abzuführen hat, findet Carmen Drasdo, die Gemeinde könne ihr bei der Pacht etwas entgegenkommen. Sie verzeichnet das Jahr über nämlich viel Leerlauf mit Monaten wie November, wo sich weder Schwimmer, noch Eisläufer, noch Spaziergänger einfinden. Da halten ihr nur im "Freibadstüberl" einige Stammgäste die Treue.

Wenn der Bademeister demnächst seinen Urlaub antritt, stehen die Stellvertreter Gewehr bei Fuß, die Rettungsschwimmer Lisa Heiss, Franz Wimmer, Konrad Poitner und Herbert Bichlmaier. Die Haager Wasserwacht existiert nicht mehr. Nachwuchs- und Personalmangel waren die Gründe der Auflösung, die Berchtenbreiter bedauert: "Für ein Naturfreibad mit 7500 Quadratmeter Wasserfläche sollte eigentlich wieder jemand eine Wasserwacht organisieren." Er räumt jedoch ein, dass die Auflagen "von oben" und die Ansprüche "von unten" immer höher wurden und wohl manche die Lust verloren hätten.

"Nicht so begeistert" waren manche davon, dass es die Einzelkabinen nicht mehr gibt. Schon aus Platzgründen könne nicht jeder Stammgast seine private Umkleide haben, auch wenn er jeden Tag komme. Beliebte Anlaufpunkte sind die Rutsche mit Brücke und die beiden Sprungbretter mit einem und drei Meter. Als Geheimtipp galten die privaten Terrassenfeste auf dem "Freisitz" über dem Freibadstüberl. Unter dem Strich ist Carmen Drasdo zur Halbzeit zufrieden: "Ich würde gerne als Pächterin weiter machen." Für heuer aber vermutet sie: "Der Sommer ist um."

xy/Wasserburger Zeitung

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