Eine Autofahrt mit dem heutigen Papst

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Schwester Maria Antipas.

Haag - Das äußerst seltene Rubin-Jubiläum hat die in Haag geborene Schwester Maria Antipas gefeiert: Vor 70 Jahren hatte sie ihre Profess für das klösterliche Leben abgelegt, die sie nun im feierlichen Rahmen erneuerte.

Mit einem Festzug ging es in die Kirche des Seniorenheims der Barmherzigen Schwestern in Berg am Laim in München, wo der Andechser Abt Johannes Eckert die Messe zelebrierte. Anschließend wurde im nahen Mutterhaus gefeiert. Mit dabei war eine Haager "Delegation": die Schwester der Jubilarin, Centa Oberbauer, und ihre Nichte Hannelore Kern mit Ehemann Alois.

1919 kam Schwester Antipas als Katharina Hausperger zur Welt. Sie besuchte die Haager Volksschule im ehemaligen Fürstenstock an der Schlossturmtreppe. Den Haager Schwestern blieb sie treu und wechselte nach der Volksschule in das Institut zur Haushaltsschule. 1937 trat sie bei den Barmherzigen Schwestern in München ein. Ein Jahr später wurde sie eingekleidet.

Ihre Profess, das Versprechen, Gott als Schwester die Treue zu halten, legte Katharina Hausperger im Jahre 1940 ab. Als Nonne nahm sie den Namen des Bischofs von Antiochien, Antipas, an. In München absolvierte sie das Krankenpflegeexamen. Sie war Lehrschwester in der Haushaltungsschule bei Dachau, arbeitete als Köchin im Krankenhaus in Burghausen, bis sie wieder in ihr Mutterhaus nach München zurückging. Als sie mit 76 Jahren den Ruhestand antrat, blickte sie auf ein anstrengendes Arbeitsleben zurück. Täglich begann ihr Dienst um 4.30 Uhr, er dauerte bis 21.30 Uhr.

Die ersten 14 Jahre durfte sie nicht nach Hause, dann einen Tag im Jahr, später wurden es fünf. Doch mit dem Gehorsam, sagt sie, habe es nie Probleme gegeben: "Am Anfang waren wir jung und dann haben wir uns daran gewöhnt."

Auf ihren jährlichen Heimaturlaub bei ihrer Schwester Centa Oberbauer in Haag freut sie sich aber immer besonders. "Dahoam ist es alleweil schön", so Schwester Maria Antipas. In Haag gab es am Krankenhaus einst Schwestern, im Institut der Englischen Fräulein und im Seniorenheim St. Kunigund. Heute wird das Straßenbild nur noch einmal im Jahr von einer original Haager "Urlaubsschwester" bereichert.

Im Rückblick ist Schwester Maria Antipas überzeugt, den richtigen Weg gewählt zu haben. Nach einem besonderen Erlebnis ihres Lebens gefragt, schildert die 91-jährige Nonne einen Urlaub, den sie in Adelholzen verbrachte. Dort wurde sie nämlich von Kardinal Ratzinger, dem heutigen Papst, im Auto mitgenommen.

xy/Wasserburger Zeitung

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