Drei Alternativen für eine Ausfahrt

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Ein Kreisel oder eine Abbiegespur sollen verhindern, dass sich die Autos von der Rosenberger Straße in die B 15 nicht stauen und der Verkehr gebremst wird.

Haag - Weil ein Kreisel viel Geld kostet, soll für die Kreuzung der Rosenberger Straße und der B15 auch die Möglichkeit einer Abbiegespur untersucht werden.

In einer "Machbarkeitsstudie" stellte Ingenieur Konrad Haindl vom Infra-Büro drei Varianten den Mitgliedern des Verwaltungsausschusses vor. Ziel ist, den Stau bei der Ausfahrt aus der Rosenberger Straße in die B15 zu lösen und die Fahrtgeschwindigkeit zu reduzieren.

Eine Möglichkeit ist ein "kleiner Kreisverkehrsplatz" mit 30 Metern Außendurchmesser, acht Meter Fahrspur und Kreisinsel. Die vier Zufahrten erhalten je einen Fahrbahnteiler und eine Überquerungshilfe. Die Busbucht entfällt. 12000 Fahrzeuge können pro Tag bewältigt werden.

Als Konsequenz garantierte Konrad Haindl: "Es gibt keinen Stau mehr." Auch die Linksabbieger aus der Rosenberger Straße hätten mit diesem Reißverschlussprinzip kein Problem mehr. Der Kreisel erfülle alle Forderungen mit 3,75 Meter Einfahrts- und 4,25 Meter Ausfahrtsbreite. Nur etwas Grunderwerb sei nötig. Wenn der Unterbau in Ordnung sei, so Haindl, läge die Kostenberechnung bei 440000 Euro, könne aber auch etwas günstiger ausfallen. Möglich erachte er eine Fördermöglichkeit auf Grund der Einstufung als Haupterschließungsstraße.

Die zweite Lösung sieht einen Minikreisel mit 18 Meter vor. Auch hier würden vor den Einmündungen vier Überquerungshilfen mit Fahrbahnteilern angebracht. "Kein Stau mehr" heißt auch hier die Losung. Die Geschwindigkeit könne damit aber nicht wo wirksam gebremst werden, so Haindl. Der kleine Kreisel ermögliche auch das gerade Durchfahren. Er funktioniere, wenn sich die Verkehrsteilnehmer an die Regeln halten. Die Kosten hierfür bezifferte er auf 310000 Euro.

Als dritte Möglichkeit stellte der Referent eine neue Abbiegespurenlösung auf der Rosenberger Straße vor mit einer Überquerungshilfe mit Fahrbahnteiler und zwar auf der Ausfahrt der B15. Neben den Aufzeichnungen fällt dafür auch eine neue Deckschicht an. Die Kosten für diese Alternative liegen bei 100000 Euro.

Als weitere Variante schlug Bürgermeister Hermann Dumbs eine Ampel vor. Dafür aber, so Konrad Haindl., sei der Verkehr zu gering. Sie stünde oft auf Rot. Ein Kreisverkehr dagegen laufe immer. Die Lösung mit einem Kreisel ist nach Bürgermeister Hermann Dumbs bei den Rosenbergern selbst umstritten. Auch Fini Buchner (PWG) sah das Verkehrsaufkommen "nicht so tragisch". Für das Abbiegen müsse man aber auf jeden Fall eine bessere Lösung finden. Bei einer neuen Abbiegeregelung stellte Stefan Högenauer (CSU) fest, nähmen sich Rechts- und Linksabbieger gegenseitig die Sicht.

Thomas Sax (CSU) dachte praktisch. Man könne die Fahrbahnteiler, Abbiegespuren und Überquerungshilfen mit Modellen aus Plastik erst einmal auf ihre Tauglichkeit hin erproben. Auch ein provisorischer Kreisverkehr ließe sich einrichten, so Haindl. Was vor weiteren Schritten geklärt werden soll, ist nach Thomas Sax die Zuschussfrage. So einigte man sich einstimmig, die Variante der Abbiegespur mit und ohne Grunderwerb genauer untersuchen zu lassen, die nötige Rücksprache mit dem Straßenbauamt zu führen, Einsparmöglichkeiten und Zuschussquellen auszuloten.

Wasserburger Zeitung

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