Betreuungsplätze ausgebaut

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Haag/Mühldorf - Die Umsetzung des Bayerischen Kinderbildungs- und Betreuunggesetzes stand im Mittelpunkt der letzten Bürgermeisterversammlung in Haag.

Das Ziel dieses Gesetzes ist es, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu sichern sowie eine Qualitätsverbesserung bei der Kinderbetreuung zu erreichen.

Gerhard Dix vom Bayerischen Gemeindetag erläuterte, dass das Gesetz für mehr Finanzierungsgerechtigkeit sorge. Grundlage für die weitere Betreuung der Kinder ist die örtliche Bedarfsplanung.Die meisten Gemeiden im Landkreis führen diese Bedarfsplanung selbst durch. Im Landkreis werden die Kommunen vom Amt für Jugend und Familie unterstützt. "Die kinder- und buchungszeitbezogene Förderung leitet kommunale und staatliche Mittel punktgenauer in die Einrichtungen", stellte Dix heraus. Die Kinderbetreuung für Kinder unter drei Jahren muss ebenfalls weiter ausgebaut werden. Ab 1. August 2013 haben die Eltern einen Rechtsanspruch auf einen Platz ab dem vollendeten ersten Lebensjahr. Der Bund hat für den Ausbau dieser Einrichtungen ein Vier-Milliarden-Programm aufgelegt. 2,15 Milliarden Euro fließen in die Investitionen und 1,85 Milliarden in die Betriebskosten. Bundesweit wird eine Betreuungsquote von 35 Prozent erreicht, in Bayern sind es 31 Prozent und im Landkreis Mühldorf 20 Prozent.

Elfriede Geisberger, Leiterin des Amts für Jugend und Familie, erläuterte, dass im Landkreis Mühldorf 96 Krippenplätze vorhanden seien. "Plätze für unter Dreijährige konnten aufgrund der Alteröffnung in den Kindergärten errichtet werden. Im Landkreis werden derzeit 218 solcher Plätze angeboten", führte Geisberger aus. 20 Kinder haben Plätze in einer Großtagespflege und 32 befinden sich in der geförderten Tagespflege. Geisberger berichtete auch, dass in rund 15 Gemeinden im Landkreis Mühldorf derzeit konkrete Planungen für die Schaffung von Krippenplätzen durchgeführt werden. Die Vorgaben der Bayerischen Staatsregierung im Bereich des Bayerischen Kinderbildungs- und Betreuungsgesetzes sehen vor, dass es zu einer verstärkten Ausrichtung der Kindergärten als Bildungseinrichtung kommen soll. Ebenso ist eine bessere Verzahnung von Kindergärten und Grundschule vorgesehen. Die Planungen sehen auch vor, dass die Sprachförderung weiter ausgebaut werden muss. "Eine Verbesserung der Ausbildung der Erzieherinnen und Pflegerinnen wird in den kommenden Jahren angestrebt. In der Koalitionsvereinbarung zwischen CSU und FDP steht, dass es in Bayern ein kostenfreies letztes Kindergarten-Jahr geben soll", sagte Dix.

Die Bürgermeister kritisierten, dass die Bedarfsplanung nur schwer zu machen sei, weil die Meldungen anonym abgegeben werden. Bürgermeister Günther Knoblauch und seine Kollegen forderten, dass bei dieser Meldung die Daten offengelegt werden müssen. Gerhard Dix machte den Bürgermeistern wenig Hoffnung: "Der Datenschutzbeauftragte in Bayern sieht in diesem Punkt keinen Handlungsbedarf."

sb/Mühldorfer Anzeiger 

Rubriklistenbild: © dpa

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