Besuch aus dem Morgenland in Haag

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13 Schülerinnen und Schüler besuchen zwei Wochen lang Haag.

Haag - 13 indische Schülerinnen und Schüler sind mit ihren Begleitlehrkräften im Rahmen eines Schüleraustausches gut zwei Wochen an der Haager Realschule zu Gast.

Spannung, Vorfreude, aber auch ein Hauch von Exotik lagen in der Luft, als der Bus vom Münchener Flughafen endlich eintraf und die lang erwarteten Gäste ausstiegen. Im vergangenen November hatten die Haager Jugendlichen erste Erfahrungen in Indien gesammelt und enge Freundschaften geknüpft. 17 Tage verbrachten sie damals in Gurgaon, einem Vorort von Delhi. Nun steht der Gegenbesuch an: Ein abwechslungsreiches und zugleich informatives Programm hat man sich dafür einfallen lassen, schließlich sollen die jungen Leute aus dem fernen Land Bayern von seiner besten Seite her kennenlernen.

Los ging es mit einer Schnitzeljagd durch die Marktgemeinde, es folgen Fahrten nach Wasserburg, zum Chiemsee, in die Berge, nach Erding, Dachau und selbstverständlich auch München, geplant sind auch Betriebsbesichtigungen, etwa bei der ortsansässigen Firma Schletter, oder der Besuch bei Pfarrer und Bürgermeister.

Besondere Bedeutung kommt jedoch auch dem Unterricht und der Projektarbeit zu. "Es ist uns ein Anliegen, dass unsere indischen Gäste erleben, wie Schule in Bayern aussieht und inwieweit wir gemeinsame kulturelle Ansatzpunkte, aber auch klare Unterschiede feststellen können", so Schulleiter Wilhelm Kürzeder. "Unsere Kinder sollen einfach erfahren, dass Vielfalt nicht trennt, sondern bereichert." Von daher stehen insbesondere Kultur, Religion, Feste und Feiern im Zentrum des gemeinsamen Projektes.

Der Alltag wird dann in den Familien, in denen die indischen Jugendlichen untergebracht sind, hautnah erlebbar. Ein bayerischer Bauernhof in nahezu unberührter Natur mit rund hundert Tieren ist für einen Inder durchaus ein besonderes Erlebnis. Befremdend ist zweifelsohne auch die Ruhe - im Vergleich zum lauten und hektischen Delhi.

Man darf gespannt sein, mit welchen Erfahrungen die indischen Gäste in ihre Heimat zurückkehren werden, fest steht auf jeden Fall, dass das Austauschprogramm nicht Anfang Juni endet, sondern weitergeht und Kreise ziehen wird. Der nächste Besuch im Morgenland ist bereits geplant.

re/Mühldorfer Anzeiger

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