Bauplan: Sondergebiet für den Elektromarkt

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Haag - Der Haager Elektrofachmarkt "Durmeier" beantragte eine Erweiterung. Der Verwaltungsausschuss des Gemeinderats befürwortete nun den ersten Schritt in "kein einfaches Verfahren".

Bürgermeister Hermann Dumbs stellte den Antrag der "Durmeier Zaffran GbR" auf Erweiterung im Bebauungsplan "Westlich der BayWa" vor. Der bestehende Bau im Haager Einkaufspark (HEP) wurde demnach "schnell zu klein". Der Elektrofachmarkt werde seit 2004 auf diesem Areal "mit Erfolg" betrieben. Die Firma steht nach Hans Durmeier vor der schwierigen Aufgabe, sich neu auszurichten. Das mache ein Zusammenlegen der Standorte notwendig.

Aus Platzgründen mietete man eine Halle mit 1100 Quadratmetern als Lager an. Die räumliche Trennung von Elektrofachmarkt und Lager ist nach Ansicht der Eigentümer aber keine wirtschaftliche Lösung auf Dauer. So solle das Lager an das Geschäft angeschlossen werden.

Neue Trends gäben die Hersteller für die Verkaufsflächen vor: Die Marktneuheiten sollen dem Kunden auf immer größeren Flächen präsentiert werden. Komme der Geschäftsmann vor Ort dieser Forderung nicht nach, werde das Gesamtsortiment gestrichen.

Der Bebauungsplan soll laut Änderungsantrag bis zur B12 erweitert werden. Der Teilbereich des bestehenden Elektrofachmarktes soll als Sondergebiet ausgewiesen und die Verkaufsfläche auf 1200 Quadratmeter erweitert werden. Diese Größe ist laut Dumbs bereits für Lebensmittelgeschäfte zulässig. Fachmärkte für Möbel und Elektroprodukte benötigten dazu aber noch eine Beurteilung durch die Regierung. Die Änderung werde in "kein einfaches Verfahren" führen. Es handle sich um ein Sondergebiet, wie es für Geschäfte wie den "Globus" in Mühldorf vorgeschrieben ist. Für die zu überbauenden Flächen müsse ein Ausgleich geschaffen werden.

In der knappen Diskussion plädierte Stefan Högenauer (CSU) dafür, dieses "florierende Haager Unternehmen" zu unterstützen. Dem schlossen sich die Räte einstimmig an und beauftragten die Gemeindeverwaltung, in das Verfahren zu gehen.

Ebenfalls einstimmig befürwortete man den Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße von Rainbach nach Winden. Die Vereinbarungen zwischen den Gemeinden Haag und Kirchdorf sind dafür getroffen. Der Grunderwerb scheint bis zum Wasserhaus gesichert.

Eine Gegenstimme gab es zur Verbesserung der Breitbandversorgung der Außenbereiche Sinkenbach, Stauden, Winden, Rain, Bichl und Oberndorf. Die Investition soll 110.500 Euro kosten. Davon sind 77.300 förderfähig. Die Gemeinde Haag treffen 23.190 Euro zur Finanzierung. Den Rest übernimmt die Telekom, so Dumbs.

Ebenfalls mit einer Gegenstimme befürwortete der Ausschuss die nunmehr dritte Änderung für den Bebauungsplan Oberndorf-Ost. Hier soll die bisher für einen Kindergarten reservierte Fläche nun für Einfamilienhäuser freigegeben werden.

xy/Wasserburger Zeitung

Rubriklistenbild: © dpa

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