Baden kostet in Haag wieder Geld

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Die Badesaison steht vor der Tür: Das nasse Vergnügen in Haag gibt es allerdings nicht mehr umsonst.

Haag - Für die Benutzung des Freibades müssen die Gäste in der kommenden Saison wieder zahlen.

Im vergangenen Jahr war der Eintritt noch frei gewesen, weil zur Fertigstellung und Neueröffnung nach fünf Jahren Erneuerung noch einige Einrichtungen fehlten. Der Gemeinderat entschied sich jetzt für eine Gebührenordnung -mit nur vier Gegenstimmen.

In der Debatte im Gemeinderat setzten sich die Skeptiker nicht durch, die meinten, wenn wieder ein Eintritt erhoben werde, kämen weniger Besucher. Bürgermeister Hermann Dumbs ist für die Schönwetterperioden überzeugt: "Auch so haben wir volles Haus." Die Gemeinde habe in das Naturbad viel investiert. Das solle nun allen zu Gute kommen.

Ein Vorteil für die Freibadgäste wird auch künftig darin liegen, dass sie auf den Flächen entlang der Freibadstraße keine Parkgebühren zahlen müssen. Weiter kommt die Gemeinde mit günstigen Tarifen den Benutzern entgegen.

Es gelten die gleichen Preise wie vorher. Erwachsene zahlen zwei Euro Eintritt, Jugendliche unter 15 Jahren einen Euro und Familien fünf Euro. Die Mehrfachkarten gibt es nicht mehr. Beibehalten werden die Saisonkarten. Dafür zahlen Erwachsene 26 Euro, Jugendliche 13 und die Familie 33 Euro. Hans Urban (CSU) schlug einen zusätzlichen "Mondscheintarif" vor für Gäste, die abends baden. Dafür fand er keine Mehrheit.

Dr. Bernhard Grabmeyer (Freie Wähler Haag) wollte einen Bonus für die Haager. Bei der Umsetzung sahen die Räte Schwierigkeiten. Die Besucher müssten an der Kasse zusätzlich gefragt werden, woher sie kommen. Der Nachweis falle oft schwer. "Das kommt schlecht an", so Zweiter Bürgermeister Dr.Winfried Weiß (CSU). Man dürfe von Besuchern der Umgebung nicht mehr fordern als von den Haagern.

Den regulären Eintritt zahlt der Besucher an der Freibadkasse. Die Familien- und Dauerkarten müssen in der Gemeinde gekauft werden. Dumbs verwies darauf, dass die Pächterin des Freibads, Carmen Drasdo, bei Hochbetrieb in Zukunft zusätzliches Personal zum Kassieren einsetzen müsse.

Daraus ergab sich eine Diskussion über Alternativen der Bezahlung des Eintritts über Automaten und über eine etwaige Entlastung der Kioskbetreiber. Dumbs unterbreitete den Vorschlag, der Pächterin für das Kassieren der Eintritte zehn Prozent von den Einnahmen zu belassen. Dafür erhielt er keine Mehrheit.

Einer Meinung waren die Räte, dass der Bademeister während des Badebetriebs auf dem Gelände Stichproben durchführen und die Eintrittskarten kontrollieren müsse. Die Erfahrung habe gezeigt, dass sich auch Nichtzahler über den Bach einschleichen.

Eine finanzielle Entlastung gibt es für die Freiwilligen bei der fünfjährigen Renovierung: Sie erhalten freien Eintritt. Die Haager Badesaison beginnt laut Satzung am 1. Mai - vorausgesetzt es ist schönes Wetter.

xy/Wasserburger Zeitung

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