Arbeiten an Haager Zukunft

Haag - Das Städtebauförderungsprogramm für Haag, das im Gemeinderat des Öfteren zur Debatte stand, geht in die konkrete Umsetzungsphase.

Den Auftakt bildet eine Veranstaltung im Bürgersaal, zu der sich alle Bürger einbringen sollen.

Als Chance versteht Bürgermeister Hermann Dumbs die Aufnahme Haags in das Städtebauförderungsprogramm "Aktive Stadt- und Ortsteilzentren". Damit biete sich die Möglichkeit, neben den vielfach andiskutierten baulichen Aspekten der Neugestaltung der Ortsmitte auch "wirtschaftliche, soziale und ökologische Sanierungsziele zu verfolgen".

Das zu erarbeitende Konzept umfasst demnach die Zukunft des Ortsbildes, des Verkehrs, sozialer Strukturen, von Kultur und Freizeit, aber auch auf dem Sektor Einkaufen, Gewerbe, Dienstleistung.

Um Vorschläge für die richtigen Maßnahmen zu erhalten, greift die Gemeinde auf Experten zurück. Dazu zählen in erster Linie drei Büros. Bereits vertraut mit der Haager Ortsstruktur ist Städteplaner Eberhard von Angerer. Für Stärken und Schwächen, für Verkehr und Soziales bis hin zur Moderation erklärt sich das Büro Identität & Image zuständig.

Bereits angetreten hat seine Arbeit in Haag das Büro Heinritz, Salm & Stegen. Vor Ort kamen die Mitarbeiter Kathrin Schmittnägel und Michael Schnabel. Sie besuchen 77 Geschäfte des Einzelhandels. Ziel und Zweck ist eine Bestandsaufnahme nach der Frage "Was gibt es wo?", um ein Konzept mit Empfehlungen zu entwickeln. Dabei werden das Zentrum und der Einkaufspark mit Supermärkten berücksichtigt und nach Sortiment, Standort und Qualität bewertet.

Mit dem persönlichen Kontakt hoffen die Planer, eventuelle Ängste vor Beurteilungen zu nehmen. Mit einfließen sollen wie schon angedeutet auch allgemeine Tipps zur Schaufenstergestaltung, zu Öffnungszeiten und weiteren Rahmenbedingungen. "Es gibt keine vergleichbare Untersuchung, die Defizite aufdeckt und Verbesserungen bringt", so Michael Schnabel. Kathrin Schmittnägel sprach vorweg von positiven Eindrücken. Es gebe sehr viele Geschäfte in Haag. Der Werbering "Haag aktiv" wirke recht aktiv: "Da zeigt man Aufbruchsstimmung."

Diese Aufbruchsstimmung soll nach dem Wunsch von Bürgermeister Hermann Dumbs und Planungsbüros nun auch auf die Bürger überspringen. Sie sind am Donnerstag, 10. Mai, in den Bürgersaal nach dem Motto "Haag macht Zukunft" geladen, um gerade ihre Vorstellungen einzubringen und ihre Bereitschaft zum Mitwirken zu signalisieren. Die Zukunft Haags solle "nicht über die Köpfe der Bürger hinweg geplant" werden, so Bürgermeister Hermann Dumbs.

Im Rahmen der Planungen über die gemeinsame Zukunft soll sich eine Planungswerkstatt formieren, die sich aus Bürgern zusammensetzt und in Arbeitsgruppen den Schwerpunkt auf städtebauliche Aspekte legt. Daneben ist eine Lenkungsgruppe aus Fachplanern, Vertretern des Gemeinderats und den Arbeitskreisen vorgesehen. Alle Ideen münden schließlich in das "integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept", das dann Richtschnur für die Gestaltungsmaßnahmen und Förderanträge sein soll.

xy/Wasserburger Zeitung

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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