"Alte Sprachen stärken das Wertebewusstsein"

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Gars - Den Landeswettbewerb für Alte Sprachen, haben dieses Jahr zwei Schülerinnen aus Bayern gewonnen, darunter auch Anna Oberlinner vom Gymnasium Gars am Inn.

Die Siegerinnen im 22. Landeswettbewerb Alte Sprachen stehen fest: Mit Veronika Feicht (Dom-Gymnasium Freising) und Maria Anna Oberlinner (Gymnasium Gars am Inn) wurden diesmal zwei bayerische Schülerinnen aufgrund ihrer hervorragenden Leistungen ausgezeichnet. Sie werden in die Studienstiftung des deutschen Volkes aufgenommen und können nun ihr Studium unter sehr guten Voraussetzungen beginnen.

Staatsminister Dr. Ludwig Spaenle gratulierte den Siegerinnen in einem persönlichen Schreiben. Er betonte das in den Prüfungen des Landeswettbewerbs gezeigte hohe Niveau und sprach den Schülerinnen seine Anerkennung aus. Auch die große Bedeutung der alten Sprachen für die Entwicklung der Persönlichkeit hob der Minister hervor: "Die Alten Sprachen vermitteln die gemeinsamen kulturellen Wurzeln Europas und wirken als Fundament bis in die Gegenwart hinein. Sich mit den Texten antiker Schriftsteller auseinanderzusetzen führt dazu, über eigene Wertmaßstäbe nachzudenken. Alte Sprachen prägen damit das persönliche Wertebewusstsein. Sie sind ein Schlüssel zu Literatur und Philosophie."

In der ersten Runde des 22. Landeswettbewerbs Alte Sprachen haben etwa 600 Schülerinnen und Schüler aus Leistungskursen der Fächer Latein und Griechisch in ganz Bayern teilgenommen. Sie haben an schwierigen Übersetzungstexten und kniffligen Aufgaben nicht nur Sprachkenntnisse, sondern auch Findigkeit und Einfallsreichtum unter Beweis gestellt.

Die 50 Besten hatten in der zweiten Runde verschiedene Hausarbeitsthemen zur Auswahl. So sollten sie sich z. B. mit der römischen Germanienpolitik auseinandersetzen oder politische Gedichte aus der griechischen und römischen Antike mit modernen Werken vergleichen. In der letzten Runde des Wettbewerbs wurden die verbliebenen zehn Kandidaten zu einem Kolloquium in das Bayerische Kultusministerium eingeladen und beeindruckten durch ihr breites Wissen und ihre selbständige Auseinandersetzung mit antiken Themen.

Die Studienwünsche der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Endrunde sind breit gefächert und reichen von Maschinenbau und Physik über Rechtswissenschaften bis hin zu Griechischer Philologie. In der neuen Oberstufe des achtjährigen Gymnasiums richtet sich der Landeswettbewerb Alte Sprachen an all diejenigen Schülerinnen und Schüler, die in der 11. Jahrgangsstufe Latein oder Griechisch gewählt haben.

Pressemeldung Kulutusministerium

Rubriklistenbild: © pa

Zurück zur Übersicht: Haager Land

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser