Alpenverein mit neuem Stützpunkt

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So sieht der Speicher des Haager Vereinshauses derzeit aus - ideal für einen Boulderraum, so die Verantwortlichen der Alpenvereinssektion.

Haag - Der Haager Alpenverein baut im Vereinshaus der Gemeinde seine Geschäftsstelle und einen Boulderraum ein. Dem stimmte jetzt die Mitgliederversammlung zu.

Einstimmig nahmen die Mitglieder den Vorschlag der Vorstandschaft an, ein Vereinsheim mit Boulderraum im Leprosenhaus zu errichten. Weil dazu ein größerer Betrag aufgewendet werden soll, musste eine außer-ordentliche Mitgliederversammlung einberufen werden, an der auch viele Jugendliche teilnahmen

Vorsitzender Hans Huber erinnerte an die Bemühungen seines Vorgängers Dr. Walter Liebl, der schon 1998 bei der Marktgemeinde Haag einen Antrag für einen Platz für eine Kletterwand im Zehentstadel stellte. Dies habe aber auch in den nächsten Jahren wegen der baulichen Voraussetzungen keine Aussicht. In der Realschulturnhalle wird seit 2005 die sechs Meter hohe Kletterwand mehrmals wöchentlich angemietet. "Die Arbeit hat sich rentiert" so der Vorstand, "denn von 931 Mitgliedern im Jahr 2004 sind wir heute auf 1320 angewachsen".

Um auch für die Zukunft attraktiv zu sein, war sich die Vorstandschaft einig, einen Raum zum Bouldern, das ist Klettern auf Absprunghöhe, zu bauen. Nach der energetischen Sanierung des Haager Vereinshauses bot die Gemeinde die Nutzung des Dachgeschosses an. Darin ist auch Platz für die Geschäftsstelle mit Archiv und einen Vereinsraum. Der könne dann von allen Kinder- und Jugendgruppen für die regelmäßigen Gruppenstunden und von der Plattlergruppe genutzt werden. Toilette und Teeküche seien ebenfalls vorgesehen.

Huber freute sich, dass in vielen Gesprächen mit Gemeindevertretern und Architekten die Ziele des Alpenvereins erfolgreich vorgetragen werden konnten. In einer Klausurtagung der Vorstandschaft wurden die finanziellen Möglichkeiten erörtert. Das Resultat: ein eigenes Vereinsheim bringe viele Vorteile und könne finanziell getragen werden.

Jugendreferent Heinz Oberkandler unterstrich die Bedeutung eines Boulderraumes für die Haager Sektion. In allen Nachbarvereinen hört man viel Positives über diese Klettermöglichkeit. Die Raumgröße mit einer Grundfläche von 10 mal 5,50 Meter und auch die Höhe von 3,50 Meter sei ideal. Zwei Angebote liegen vor, die Gesamtboulderfläche kann bis zu 129 Quadratmeter ausgebaut werden und würde rund 45.000 Euro kosten.

Auch viele Wortmeldungen von älteren Mitgliedern standen dem Großprojekt positiv gegenüber.

Über das Verhältnis Leprosenstiftung/Gemeinde/Vereine informierte Haag Zweiter Bürgermeister Dr. Wilfried Weiß ausführlich. Ungelöst sind noch Fragen über Öffnungszeiten, Aufsicht, Einladung an Schulklassen sowie Eintrittsgelder.

Elena Blank sprach deutlich für die Jugend: "Ein Boulderraum wird gewünscht, um Beweglichkeit, Körpergefühl und Kraft fürs Klettern üben zu können". Dr. Weiß meinte: "Für die Gemeinde ist es sehr wichtig, ein attraktives Freizeitangebot den Mitbürgern vor Ort bieten zu können". Claudia Maier sieht in den neuen Räumen "ein neues Zuhause für die Sektion, Jung und Alt können besser zusammenwachsen, um etwas Neues entstehen zu lassen".

Nachdem alle Fragen geklärt waren, stimmten alle Mitglieder für das neue Vereinsheim und den Mietvertrag über 25 Jahre.

re/Wasserburger Zeitung

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