Ein Wunsch wird wahr

Spatenstich in Albaching für die lang ersehnte Ortsumfahrung

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Bildtext: Trotzten dem frostigen Boden: (von links) Josef Hogger (Bauunternehmen), Sepp Hofer und Sebastian Friesinger (Bezirksräte), Landrat Wolfgang Berthaler, Bürgermeister Franz Xaver Sanftl, Werner Weyerer (Regierung von Oberbayern), Georg Schotterer (Ingenieurbüro), Georg Liedl (Amt für ländliche Entwicklung) und Altbürgermeister August Seidinger

Albaching - Mit dem symbolischen Spatenstich haben am Dienstag (27. Februar) die Bauarbeiten für die Ortsumfahrung von Albaching begonnen. Bis Ende des Jahres entsteht eine knapp 2,5 Kilometer lange, 6,50 Meter breite Straße, die in einem Abstand von 160 Meter bis 360 Meter nördlich an Albaching vorbeiführen wird.

Bauherr ist der Landkreis Rosenheim, weil die Ortsdurchfahrt der Gemeinde Teil der Kreisstraße RO 42 ist. Landrat Wolfgang Berthaler sprach von einem erfreulichen Ereignis: „Die meisten Bürger werden froh sein, wenn der Verkehr nicht mehr durch den Ort fließt.“ Das bestätigte Bürgermeister Franz Xaver Sanftl in seiner Ansprache: „Viele Gespräche wurden geführt, viele Hände waren notwendig. 

Die Ortsumfahrung war ein Wunsch, der wahr wird. Das ist fast wie ein Olympiasieg.“ Tatsächlich freuen sich die Albachinger auf mehr Verkehrssicherheit, weniger Lärm und mehr Lebensqualität im Ortskern. Seit Anfang der 1990er Jahre bemühten sich die Verantwortlichen in der Gemeinde um die Ortsumgehung. 

Die notwendigen Grundstücke auch für die Ausgleichsflächen sicherten sie sich im Zuge des Dorferneuerungsverfahrens. Berthaler sprach der Gemeinde Albaching seinen Dank aus, unter anderem dafür, dass rechtzeitig für Planungssicherheit gesorgt wurde. 

Vorfreude auf die Eröffnung im November oder Dezember

Der Landrat wünschte sich unfallfreie Bauarbeiten und schloss mit den Worten: „Ich freue mich auf die Eröffnung im November oder Dezember.“ Bürgermeister Sanftl bedankte sich bei allen, die einen Teil zur Verwirklichung der Ortsumfahrung beitrugen. 

Darunter waren sein Vorgänger im Amt des Bürgermeisters August Seidinger, der Kreisausschuss des Landkreises Rosenheim, Bezirksrat Sebastian Friesinger, Werner Weyerer von der Regierung von Oberbayern und die Tiefbauverwaltung des Rosenheimer Landratsamtes. Zur neuen Kreisstraße gehören auch zwei Kreisverkehre mit einem Durchmesser von je 40 Metern, eine etwa 42 Meter lange Schallschutzwand sowie eine Brücke über den Nasenbach. 

Ein 3,8 Millionen-Projekt

Die Baukosten für das Projekt summieren sich einschließlich Planung und Grunderwerb auf gut 3,8 Millionen Euro. Nach Abschluss der Straßenbauarbeiten wird die Umgehungsstraße Teil der Kreisstraße RO42. Die dann „alte“ RO42 wird zum Teil vollständig zurückgebaut bzw. zu einem Geh-und Radweg umgebaut. Die Kreisstraße ist eine der wichtigen Verkehrsverbindungen zwischen der Bundesstraße 12 im Norden bei Hohenlinden und der Bundesstraße 304 im Süden bei Wasserburg. 

In Albaching fließt der Verkehr direkt durch den Ortskern, wobei der Anteil des Schwerlastverkehrs überdurchschnittlich hoch ist. Erschwerend kommt hinzu, dass die Ortsdurchfahrt im Bereich der Kirche St. Nikolaus mit 5.20 Meter so eng ist, dass ein Begegnungsverkehr zwischen Lkw und Pkw nicht möglich ist.

Quelle: wasserburg24.de

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