Derartige Veranstaltungen unerwünscht

Keine Henna-Nacht im Bürgersaal Albaching

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Veranstaltungen wie eine Henna-Nacht im Albachinger Bürgersaal soll es künftig nicht geben. 
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Albaching - Den neu gebauten Bürgersaal für besondere Anlässe wie Hochzeiten oder Junggesellenabschiede zu nutzen soll in Zukunft nicht gestattet werden. Anlass der Diskussion war eine Anfrage zu einer türkischen Henna-Nacht. 

Eine Henna-Nacht mit 215 Personen im Bürgersaal im September 2019 - Mit dieser Anfrage beschäftigte sich der Albachinger Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung am 7. August. Ursprünglich sei die Rede von 300 Personen gewesen. Diese Personenzahl aber wäre aber nach den Bestuhlungsplänen nicht zulässig, sollte zugleich eine Tanzfläche vorrätig sein. 

In der Türkei habe die Henna-Nacht im Allgemeinen folgenden Ablauf: In der Nacht vor der Hochzeitsfeier treffen sich die Braut, die Verwandten und Freundinnen, um die Handflächen und Finger der Braut mit Henna zu färben. Die Hennapflanze wird im Mittleren Osten seit der Antike als Färbung für Haare und Haut verwendet. Da es sich um die letzte Nacht vor der Trauung handelt, soll sie in symbolischer Form traurig sein. Im Verlauf des Abends jedoch wird die Atmosphäre fröhlicher, die Gästen bekommen gutes Essen und der Abend wird in festlichem Kreise verbracht. 

Gemeinde müsste für Bewirtung aufkommen

Durch eine Empfehlung der Gemeinde Haag sei die aus Isen kommende Antragstellerin auf den Albachinger Bürgersaal aufmerksam geworden. Bei mehreren Wirtschaften wie unter anderem im Gasthaus Kalteneck habe sie bisher keinen Erfolg gehabt, da diese an dem besagten Termin 2019 bereits belegt seien. 

Nach Meinung der Verwaltung sollte die Gemeinde einen Grundsatzbeschluss fassen, ob derartige Veranstaltungen - darunter fielen auch Junggesellen-Abschiede oder Hochzeitsfeiern - im Bürgersaal zugelassen werden dürfen. Aus steuerlicher Sicht müsse in diesem Fall die Gemeinde die Bewirtung übernehmen, wenn die Veranstaltung nicht als Firma mit gleichzeitigem Vorsteuerabzugsrecht eingebucht werden könne. 

Insgesamt sahen die Räte im Rahmen der Debatte mehr Nach- als Vorteile und lehnten die Vermietung des Bürgersaals Albaching für derartige Veranstaltungen einstimmig ab. Dies gelte nun sowohl für Antragsteller aus der Gemeinde Albaching als auch für auswärtige Bürger aus den Nachbargemeinden.

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mb

Quelle: wasserburg24.de

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