Abwasserkosten stehen

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Reichertsheim - Die Gebühren für die neue Reichertsheimer Abwassersatzung stehen fest. In seiner öffentlichen Sitzung beschloss der Gemeinderat jetzt die neue Beitrags- und Gebührensatzung.

Weil keine Zuschüsse für die neue Kläranlage zu erwarten sind und sich die Abwasserentsorgung selbst tragen muss, legt die Gemeinde die Kosten auf die Anlieger um. Fällig wird ein sogenannter Verbesserungsbeitrag für jeden aktuellen Anschließer, weil die Reinigungsleistung nach dem Umbau steigt.

Neun Euro legte der Gemeinderat für die Geschossfläche fest. Das ist eine leichte Steigerung gegenüber der bisherigen Kalkulation, weil sich in der aktuellen Berechnung nicht benutzte Einwohnerwerte befinden. Für den Verbesserungsbeitrag will die Gemeinde 75 Prozent als Vorauszahlung haben, der Rest folgt, sobald alle Arbeiten abgerechnet sind.

Neuanschließer sollen 15,10 Euro je Quadratmeter Geschossfläche bezahlen und für den Regenwasserkanal 95 Cent je Quadratmeter Grundstücksfläche. Bisher gab es einen Aufteilungsschlüssel von 60 zu 40 bei den Geschoss- und den Grundstücksflächen, was rechnerisch 11,39 Euro und 2,60 Euro entsprochen hätte, erklärte Geschäftsstellenleiter Thomas Schelske. Davon rückte der Rat aber ab, nur noch die reinen Kosten der Regenwasserkanalisation fließen in den Betrag ein.

Ein Thema war in der Sitzung die geplante Kindergartenkrippe. Der Gemeinderat war der Meinung, der Bau sei auch für die Gestaltung des Dorfplatzes erforderlich. Noch offen ist derzeit die Nutzung des Obergeschosses. Noch einmal prüfen möchte das Gremium hingegen den Abriss des baufälligen Wirtschaftsteils der ehemaligen Brauerei.

Bekannt gab Bürgermeisterin Annemarie Haslberger, dass derzeit für die neue Heizungsanlage im Ramsauer Schulhaus Angebote für deren Wartung und die Lieferung von Hackschnitzeln eingeholt würden. Die Gemeinde verzichte aber auf eine Ausschreibung und wolle sich erst bei lokalen Firmen erkundigen.

Weil es eine neue EU-Dienstleistungsrichtlinie gibt, passte der Gemeinderat die Friedhofs- und Bestattungssatzung an. Lediglich um Formelles ging es dabei.

Keine Einwände gab es gegen die Kooperation der beiden Schulverbände Gars und Haag. Damit soll es möglich sein, beide Hauptschulen als Mittelschulen weiterzuführen. Reichertsheim ist Mitglied im Schulverband Gars und sollte deshalb eine Stellungnahme abgeben.

Altbürgermeister Matthäus Huber gab sein Ehrenamt als Behindertenbeauftragter an die Gemeinderätin Maria Schmitt weiter. Nach wie vor ist Huber Seniorenbeauftragter.

Weiterhin berichtete die Bürgermeisterin, dass die Straßenkreuzung bei Hundsöd für rund 10 000 Euro instandgesetzt werden soll. Überein kam der Gemeinderat, samstags regelmäßige Besichtigungen zu gemeindlichen Themen durchzuführen. Als nächstes steht dabei der vorgesehene Teilabriss des Ramplsaals an.

Gemeinderat Franz Stein informierte über eine Besprechung zum Thema DSL in Gars. Für Reichertsheim sei ein solcher Termin auch vorgesehen.

kg/Wasserburger Zeitung

Rubriklistenbild: © dpa

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