Entlaufene Kuh ist für Abschuss freigegeben

Zangberg - Nachdem es am Freitag durch die entlaufene Kuh zu einer Verkehrsgefährdung auf der Staatsstraße gekommen ist, hat das Landratsamt reagiert: Die Kuh ist jetzt für den Abschuss freigegeben.

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Bis gestern versuchten Tierschützer von Gut Aiderbichl das Rindvieh lebend zu fangen, um damit dem Abschuss zuvorzukommen. Ein Wettlauf gegen die Zeit. Wie in den Tagen zuvor verharrten die Tierschützer seit 6 Uhr früh an der Staatsstraße, durchkämmten den Wald, in der Hoffnung die Kuh zuerst zu finden, bevor die Jäger ihre Pflicht erfüllen. Gut Aiderbichl war aufgrund der Berichterstattung auf die Kuh aufmerksam geworden, hat inzwischen das entlaufene Rind dem Bauern aus Aschau am Inn abgekauft, der sich in den zurückliegenden neun Wochen nicht einmal um den Verbleib seines Rindviehs gekümmert hatte.

Die Kuh, die im Wald lebt, hat jetzt auch einen festen Namen bekommen - bisher wurde sie immer nur Bambi genannte. Die Tierschützer nennen sie jetzt Yvonne. Und das hat einen Hintergrund: Wie die Aiderbichler vor Ort erzählen, wurde eine schwer krebskranke Frau aus Frankfurt auf das entlaufene Tier aufmerksam. Ihr Vorname lautet ebenfalls Yvonne, verraten die Tierschützer, und es sei ihr größter Wunsch, dass das Tier lebend gefangen werde und auf Gut Aiderbichl ihr weiteres Dasein friste.

Die Kuh, die ein Reh sein wollte

Die Tierschützer, die ihr diesen Wunsch erfüllen wollen, kommen nicht nur aus dem Landkreis Pfarrkirchen und aus dem Salzburger Land. Wintersteller freut sich, dass sich auch zwei Zangberger erklärt haben, beim Aufstöbern von Yvonne mitzuhelfen.

Die Suche nach Yvonne ging am Sonntag noch bis Einbruch der Dunkelheit weiter. Dreimal hat man sie gestern Nachmittag noch gesichtet. Diesmal bei einem Waldstück bei Salmanskirchen. Leiser Optimismus machte sich breit. „Wenn wir sie heute nicht fassen, machen wir morgen weiter. Wir geben nicht auf“, sagt Koordinator Hans Wintersteller. Ein Wettlauf gegen die Zeit. Denn die Abschusserlaubnis für die Kuh bleibt bestehen.

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie auch am Montag im Mühldorfer Anzeiger.

Rubriklistenbild: © je

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