Die Kuh hat endlich Ruh'

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Die Rosenheimer Straßenmeisterei hat die Schilder gestern eingesammelt. Sie sind unnötig geworden, weil sich die Kuh mittlerweile in einem Wald bei Stefanskirchen aufhält.

Zangberg - Die Kuh Yvonne kann weiterhin ihr Leben in Freiheit genießen: Nach vier Wochen erfolgloser Jagd ist das Gut Aiderbichl am Montag mit seinen Leuten abgezogen.

Wie der Gnadenhof berichtet, hat Michael Aufhauser Professor Dr. Henning Wiesner von der Akademie für Zoo- und Wildtierschutz zu Rate gezogen, damit er auch aus wissenschaftlicher Sicht bestätigt, dass das Einfangen mit allen Kräften jetzt eher kontraproduktiv sei.

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Yvonne wird immer dicker

Im Waldstück bei Stefanskirchen könne sich die Kuh fühlen wie im Schlaraffenland, bestätigt Britta Freitag, Pressesprecherin von Gut Aiderbichl. „Erst wenn der Mais geerntet wird, sehen wir weiter.“ Bis dahin will man die Kuh in Ruhe lassen, lediglich ortsansässige Revierförster und Jäger würden die Kuh beobachten, freut sich die Pressesprecherin über die Kooperationsbereitschaft, die vor Ort weiterhin anhält. Fürchten muss Yvonne, die vor drei Monaten ausgebüchst war, nichts.

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Denn auch das Landratsamt hat die Abschussgenehmigung ausgesetzt, weil sie im Waldstück, wo sie sich jetzt befindet, keine unmittelbare Gefahr für den Straßenverkehr darstelle. Hans Wintersteller von Gut Aiderbichl, der beinahe ununterbrochen seit vier Wochen Ausschau nach der Kuh gehalten und die Fangversuche koordiniert hatte, war gestern bei den Aufräumarbeiten nicht unglücklich, dass er nach Hause zu seiner Familie fahren kann. „Endlich wieder in meinem Bett schlafen“, schmunzelte Wintersteller, der gestern nicht alleine aufgeräumt hat.

Die Jagd nach Kuh Yvonne

Da die Kuh in ein anderes Revier, 1,5 Kilometer weiter westlich bei Stefanskirchen, gewechselt ist, wurden auch die Geschwindigkeitsbeschränkungen entlang der Staatsstraße zwischen Zangberg und Oberbergkirchen unnötig. Die Straßenmeisterei hat die Schilder gestern eingesammelt.

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