Wohnungsbrand: "Alles schwarz!"

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Mühldorf - Mitten in der Nacht wurden die Bewohner des Mehrfamilienhauses in der Schlörstraße von einem Brand aus ihren Betten gerissen. Am Tag danach betreten sie mit bangen Gefühlen wieder ihre Wohnungen. 

Zwei Männer betreten am Mittwochmorgen das Mehrfamilienhaus in der Schlörstraße, in dem es Dienstagnacht gebrannt hat. Einer davon wohnt im obersten Stock des Hauses. Die Nacht hat der Mann im Krankenhaus verbracht. "Um circa halb 3 Uhr nachts bin ich durch den Lärm aufgewacht und habe aus dem Fenster geschaut. Da war schon alles voller Rauch", berichtet der Mühldorfer. Nachdem er sich angezogen hatte, wollte er durchs Treppenhaus nach draußen gehen. Als er aber seine Schlafzimmertür öffnete, war dort ebenfalls alles verraucht. "Ich bin also wieder zum Fenster und habe um Hilfe gerufen. Die Feuerwehrmänner haben mich dann mit einer Drehleiter aus dem Zimmer geholt." Weil der Mann zum Glück unverletzt geblieben ist und auch keine Rauchvergiftung erlitten hat, wurde er am Mittwochmorgen wieder aus dem Krankenhaus entlassen.

Brand Schlörstraße Tag danach

Jetzt eilt er die Treppen zum dritten Stock hinauf, um zu sehen, wie groß der Schaden in seiner Wohnung ist. Das Haus stinkt furchtbar nach Rauch, die Wände und Treppen sind schwarz. Endlich öffnet der Mühldorfer die Tür zu seiner Wohnung. Das Feuer hat sein Inventar verschont, aber alles ist mit einem schwarzen Rußfilm bedeckt. "Die ganze Wohnung ist verdreckt", schimpft der Mann und reißt sofort alle Fenster und Türen auf. Seine Nachbarn im zweiten Stock fragen sich ebenso, wie sie ihre Wohnung wieder sauber kriegen sollen. "Wir sind gerade aus dem Krankenhaus gekommen und unsere Küche steht unter Wasser", ruft eine Frau aus dem ersten Stock.

Wohnungsbrand in der Schlörstraße

Dass die Feuerwehr die Flammen schon nach 15 Minuten unter Kontrolle gebracht hat, ist aber trotz des Frustes über den Dreck und Gestank ein großes Glück für die Bewohner der Schlörstraße. Warum es in dem Mehrfamilienhaus gebrannt hat, ist noch unklar. Derzeit kümmert sich Roland Huber vom Kriminaldauerdienst um die Spurensicherung. "Es ist schwierig die Ursache zu benennen. Sicher ist nur, dass sich zum Brandzeitpunkt nur eine Person in der Wohnung aufgehalten hat."

Anette Mrugala

Rubriklistenbild: © fib

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