Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Keine Trendwende trotz Corona

Schließt Ihre Lieblingsapotheke auch bald? Fachkräftemangel spielt wesentliche Rolle

Apotheken in Deutschland
+
Die Zahl der Apotheken in Deutschland sank bis Ende März 2022 auf den Tiefstand von 18.362.

In der Corona-Krise kamen für viele Apotheken zusätzliche Aufgaben wie Schnelltests oder Impfnachweise dazu und belebten auch das Geschäft. Eine generelle Trendwende sieht die Branche aber nicht.

Die Zahl der Apotheken in Deutschland geht weiter zurück. Sie sank bis Ende März auf den Tiefstand von 18.362, wie aus Daten des Deutschen Apothekerverbandes hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen. Dies waren nochmals 99 Apotheken weniger als Ende 2021. Laut einer Prognose dürfte die Apothekenzahl demnach bis Jahresende auf 18.166 sinken und könnte im kommenden Jahr unter die Marke von 18.000 fallen - auf voraussichtlich 17.870. Erfasst werden in der Betriebsstätten-Statistik Hauptapotheken und auch Filialen, von denen Apotheker bis zu drei betreiben können.

Verbands-Vize Hans-Peter Hubmann sagte, mit 22 Apotheken pro 100.000 Einwohner liege Deutschland bei der Apothekendichte mittlerweile deutlich im unteren Drittel der EU-Staaten. Der Durchschnitt in der Europäischen Union liegt demnach bei 32 Apotheken pro 100.000 Einwohnern. Dabei habe sich in den beiden Pandemie-Jahren gezeigt, wie wichtig eine dezentrale und damit krisenfeste Arzneimittelversorgung sei, sagte Hubmann. Die Apotheken hätten 2020 und 2021 zahlreiche Sonderaufgaben für Staat und Gesellschaft erbracht - von Bürgertests über Impfstofflogistik bis zu digitalen Zertifikaten.

Apotheken stoßen schon im „Normalbetrieb“ an betriebswirtschaftliche Grenzen

„Das hat zwar Umsätze und Erträge für eine begrenzte Zeit deutlich erhöht, war aber auch nur mit erheblicher Mehrarbeit und enormem Personalaufwand möglich“, erläuterte Hubmann. Zudem fielen positive Sondereffekte ab diesem Jahr wieder weg, während unter anderem hohe Tarifabschlüsse für Angestellte und steigende Energiepreise insgesamt stärker belasteten. Angesichts eines deutlichen Fachkräftemangels bringe dies manche Apotheken schon im „Normalbetrieb“ an ihre betriebswirtschaftlichen Grenzen. Das müsse auch die Politik sehen.

Als Grund für den Rückgang der Apotheken hatte die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) zuletzt den Fachkäftemangel angeben. Viele Apothekeninhaberinnen und -inhaber würden zudem aufgeben, weil sie keine Nachfolger zur Betriebsübernahme fänden. dpa

Kommentare