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Schlaganfall: Neue Therapie gegen Lähmungen

Jena - Eine örtliche Betäubung kann bei Schlaganfallpatienten in der Rehabilitation für erheblich mehr Beweglichkeit sorgen.

Das haben Mediziner der Friedrich-Schiller-Universität in Jena beim sogenannten „Taubschen Bewegungstraining“ herausgefunden. Über ihre Studie mit 36 Patienten berichten sie im Fachmagazin „Journal of Neuroscience“.

„Viele Schlaganfallpatienten leiden unter Lähmungen etwa einer Hand oder des gesamten Armes“, sagt Professor Thomas Weiß. Beim „Taubschen Bewegungstraining“ wird der gesunde Arm in einer Manschette fixiert, während die in ihrer Beweglichkeit eingeschränkte Hand intensiv feinmotorische Aufgaben trainiert. Die Patienten stapeln Bauklötze oder stecken Pins in ein Lochbrett. Alltagstätigkeiten wie Händewaschen oder Trinken werden geübt.

Schlaganfall-Symptome

So erkennen Sie einen Schlaganfall

Schlaganfall Symptome
Diagnose Schlaganfall – je eher er entdeckt wird, umso besser sind die Heilungs- und Überlebenschancen für den Patienten. Es gibt vier typische Symptome, mit denen Ärzte, aber auch Angehörige prüfen können, ob jemand kurz zuvor einen Schlaganfall erlitten hat. © picture-alliance / dpa
Lächeln: Schlaganfall-Patienten können oft nicht mehr richtig lachen, der Mund wird schief.
Lächeln: Schlaganfall-Patienten können oft nicht mehr richtig lachen, der Mund wird schief. © dpa
Sprechen: Wer einen Schlaganfall erlitten hat, kann meistens keine zusammenhängenden Sätze mehr formulieren. Wer also stottert und sprachliche Probleme hat, hat möglicherweise einen Schlaganfall.
Sprechen: Wer einen Schlaganfall erlitten hat, kann meistens keine zusammenhängenden Sätze mehr formulieren. Wer also stottert und sprachliche Probleme hat, hat möglicherweise einen Schlaganfall. © dpa
Arme: „Heben Sie doch einmal beide Arme nach oben!“ Wer einen Schlaganfall erlitten hat, kann meist nicht mehr selbstständig beide Arme in die Höhe strecken.
Arme: „Heben Sie doch einmal beide Arme nach oben!“ Wer einen Schlaganfall erlitten hat, kann meist nicht mehr selbstständig beide Arme in die Höhe strecken. © picture alliance / dpa / Armin Weigel
Schlaganfall
Zunge: „Zeigen Sie mal Ihre Zunge.“ Das Herausstrecken funktioniert nicht mehr richtig, die Zunge ist gekrümmt und wandert von einer Seite zur anderen. © dpa
Schlaganfall
Risiko-Faktoren und mögliche Auslöser für einen Schlaganfall: Bluthochdruck, Herzkrankheiten besonders Vorhofflimmern, Bewegungsmangel, Diabetes, Rauchen, Übergewicht. © dpa
Schlaganfall
Faktoren, die sich naturgemäß nicht beeinflussen lassen, sind das Alter, Geschlecht (Männer sind gefährdeter) und schlicht die Veranlagung. © dpa

Die Jenaer Forscher zeigten, dass sich die Wirksamkeit zusätzlich steigern lässt, wenn die Sensitivität des bewegungseingeschränkten Armes durch eine örtliche Betäubung noch herabgesetzt wird. Während einer Hälfte der Probanden ein Lokalanästhetikum verabreicht wurde, erhielt die andere Hälfte ein Placebo.

Benachbarte Hirnregionen werden aktiviert

„Wie erwartet, hat sich die Beweglichkeit bei allen Patienten deutlich verbessert“, sagt Weiß. Darüber hinaus habe sich gezeigt, dass die betäubten Patienten noch einmal deutlich mehr profitieren als die Placebo-Gruppe. Durch das Ausschalten der Nervenreize nehme auch die Aktivität in den Hirnarealen ab, die diese Reize verarbeiten. „Gleichzeitig kommt es aber zu einer stärkeren Aktivierung benachbarter Hirnregionen“, erklärt Weiß das Phänomen.

dapd

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