Verbot

Kein Kokoskuchen auf Station: Diese absurden Klinik-Regeln verwundern noch heute

Geburtsstation heute: Vor 50 Jahren herrschten ganz andere Verhaltensregeln für Frauen.
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Geburtsstation heute: Vor 50 Jahren herrschten ganz andere Verhaltensregeln für Frauen.

Nicht rauchen auf der Geburtsstation: Eine Krankenhaus-Regel, die wirklich jeder nachvollziehen kann. Doch was in den 1960ern nicht erlaubt war, grenzt an Schikane.

Als die junge Mutter Micala Gabrielle Henson alte Unterlagen in die Hände bekam, staunte sie nicht schlecht. Sie und ihre Mutter fanden eine alte Anleitung für frisch gebackene Mamas: allerdings keine aktuelle, sondern ein Relikt aus alten Zeiten. Der Brief zählt Verhaltensregeln auf, die Mütter in den 1960er-Jahren befolgen mussten, wenn sie ein Baby im US-amerikanischen Cabarrus Memorial Hospital zur Welt brachten.


Nur fünf Minuten stillen erlaubt: Strenge Regeln auf Station

Henson fand die verhängten Regeln so verrückt, dass sie sie bei Facebook mit folgendem Kommentar teilte: "Es brachte mich zum lachen. Wie sich die Dinge geändert haben! Das ist aus den 1968ern! Wie cool! Gott sei Dank haben sich die Dinge geändert, ich kann es nicht glauben!"


Nicht nur, dass die Mütter ihre Babys nur von 14.30 bis 15.30 Uhr und dann erst wieder von 19 bis 19.45 Uhr zu Gesicht bekamen: Auch die Still-Zeiten waren akribisch getaktet. So wurden die Kleinen nur viermal täglich zu festgelegten Zeiten zu ihren Müttern gebracht - die sie innerhalb der ersten 24 Stunden nach der Geburt nur jeweils maximal fünf Minuten stillen durften! Am zweiten und dritten Tag durften die Mütter nur maximal sieben Minuten, am vierten und fünften Tag höchstens zehn bis fünfzehn Minuten stillen.

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Keine Schokolade, keine Beeren, kein grüner Kokoskuchen für Mamas

Nicht nur längeres Stillen war untersagt: Sogar Schokolade, Nüsse, Beeren und "grüner Kokosnusskuchen" war den Verhaltensregeln nach verboten - eine Begründung dafür bleibt das alte Schreiben allerdings schuldig.

Gabrielle Hensons Facebook-Beitrag findet auf jeden Fall Interessenten: Seit sie ihn veröffentlicht hat, wurde er bereits knapp 8.000 Mal geteilt - und über 2.000 Mal kommentiert (Stand: 5. April 2019).

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jg

Sport nach der Geburt: Darauf sollten Mütter achten 

Kinderwagen schieben und dabei ins Schwitzen kommen: Darum geht es bei Mutter-Kind-Kursen wie "Laufmamalauf". Foto: Laufmamalauf
Kinderwagen schieben und dabei ins Schwitzen kommen: Darum geht es bei Mutter-Kind-Kursen wie "Laufmamalauf".  © Laufmamalauf
Beim Kangatraining kommen die Mütter ins Schwitzen: Rückenstärkung, Haltungskorrektur und Muskelaufbau für die Beine werden hier zum Beispiel trainiert. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
Beim Kangatraining kommen die Mütter ins Schwitzen: Rückenstärkung, Haltungskorrektur und Muskelaufbau für die Beine werden hier zum Beispiel trainiert. © Klaus-Dietmar Gabbert
Katja Ohly-Nauber (links) und Illdiko Gössl haben beide das Konzept von "Laufmamalauf" entworfen. Mittlerweile werden die Sportkurse deutschlandweit angeboten. Foto: Laufmamalauf/Caro Hoene
Katja Ohly-Nauber (links) und Illdiko Gössl haben beide das Konzept von "Laufmamalauf" entworfen. Mittlerweile werden die Sportkurse deutschlandweit angeboten.  © Caro Hoene
Petra Schweers ist Hebamme und Kangatrainerin aus Berlin. Foto: Petra Schweers
Petra Schweers ist Hebamme und Kangatrainerin aus Berlin.  © Petra Schweers
Beim Kangatraining geht es nicht nur um die Bewegung: Mütter können dort auch Kontakte knüpfen. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
Beim Kangatraining geht es nicht nur um die Bewegung: Mütter können dort auch Kontakte knüpfen.  © Klaus-Dietmar Gabbert
Trainerin Katharina Hartmann aus Berlin leitet die Mütter beim Kangatraining an. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
Trainerin Katharina Hartmann aus Berlin leitet die Mütter beim Kangatraining an. © Klaus-Dietmar Gabbert
Der Kinderwagenkurs funktioniert wie ein Zirkeltraining: An verschiedenen Stationen trainieren die Mütter mit Kinderwagen oder ihrem eigenen Körpergewicht. Foto: Laufmamalauf/V. Mitelman
Der Kinderwagenkurs funktioniert wie ein Zirkeltraining: An verschiedenen Stationen trainieren die Mütter mit Kinderwagen oder ihrem eigenen Körpergewicht. © V. Mitelman
Extra Gewichte brauchen Mütter beim Kangatraining nicht: Es reicht aus, das eigene Baby in die Luft zu stemmen. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
Extra Gewichte brauchen Mütter beim Kangatraining nicht: Es reicht aus, das eigene Baby in die Luft zu stemmen. © Klaus-Dietmar Gabbert

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