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USA

Tablette statt Sport? Forschende entdecken ein bestimmtes Molekül

Sport ist essenziell für die Gesundheit. Doch kann man auch einfach Tabletten nehmen, die denselben Effekt haben? Forschende sind dieser Frage in einer Studie nachgegangen.

Frankfurt – Wer regelmäßig Sport macht, bleibt gesund und fit. Dass man mit der Einnahme von Tabletten denselben positiven Effekt erzielen kann, gilt hingegen als unglaubwürdig. Forschende in den USA haben sich die Frage gestellt, was genau bei sportlicher Betätigung im Körper passiert und ob der positive Effekt von Sport auch in anderer Form, beispielsweise mittels Einnahme von Tabletten, erzielt werden kann.

In einer Studie, die im Fachmagazin Nature veröffentlicht wurde, präsentieren die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre Ergebnisse. Und die sind erstaunlich. Denn demnach spielt beim Sport und auch bei der Ernährung ein bestimmtes Molekül im menschlichen Körper eine wichtige Rolle.

Tabletten statt regelmäßigem Sport? Forschende in den USA haben diesbezüglich erstaunliche Erkenntnisse in einer Studie gewonnen. (Symbolbild)

Tabletten statt Sport? Forschende entdecken in einer Studie ein bestimmtes Molekül

In ihrer Studie analysierten die Forschenden das Blut bei Mäusen nach sportlicher Betätigung. Dabei entdeckten sie, dass im Körper das Molekül „Lac-Phe“ bei anstrengender Bewegung produziert wird. Hierbei handelt es sich um eine modifizierte Aminosäure, die die Nahrungsaufnahme und Fettleibigkeit wirksam reduzieren kann.

Aufgedeckt: Das sind die zehn größten Abnehm-Irrtümer

Diät-Mythos Nummer 1: Alkoholfreies Bier macht nicht dick - das stimmt allerdings nur bedingt. Zwar enthält es weniger Alkohol als normales Bier, dennoch liefert es genug Kalorien durch die enthaltenen Kohlenhydrate.
Diät-Mythos Nummer 1: Alkoholfreies Bier macht nicht dick - das stimmt allerdings nur bedingt. Zwar enthält es weniger Alkohol als normales Bier, dennoch liefert es genug Kalorien durch die enthaltenen Kohlenhydrate. © Imago
In Müsli wird Milch gegossen
Diät-Mythos Nummer 2: Wer nicht frühstückt, nimmt schneller ab - für Frühstücksmuffel gilt das vielleicht, doch Menschen mit einem niedrigen Blutzuckerspiegel sollten lieber davon Abstand nehmen. Tipp: Morgens eine Scheibe Vollkornbrot plus Eiweiß in Form von Käse oder magerem Schinken hält lange satt. Außerdem bewahrt es vor Heißhungerattacken. © Sina Schuldt/dpa
Gegrilltes Steak mit Gemüse
Diät-Mythos Nummer 3: Weißes Fleisch ist gesünder als rotes - auch das stimmt nur bedingt. Schließlich versorgen die mageren Stücke von Rind & Co. (zum Beispiel Filet) mit viel Eiweiß und wertvollen Nährstoffen. © Imago
Frau raucht Zigarette
Diät-Mythos Nummer 4: Wer raucht, nimmt ab - schließlich soll das regelmäßige Paffen den Appetit zügeln. Fest steht: Rauchen beeinflusst den Stoffwechsel, doch auf Dauer gewöhnt sich der Körper daran. © Jakub Porzycki/Imago
Frau schwimmt in Swimmingpool
Diät-Mythos Nummer 5: Mit Ausdauertraining nimmt man ab, mit Krafttraining nicht - das stimmt so nicht. Schließlich verbrauchen Muskeln auf Dauer mehr Fett. Tipp: Wer beides kombiniert, kurbelt die Fettverbrennung richtig an. © Imago
Eine Frau greift nach einem Apfel aus dem Obst- und Gemüseregal des Reformhauses Vitalia in München (Bayern).
Diät-Mythos Nummer 6: Wer viel Obst isst, wird schnell schlank - auch das ist nur bedingt richtig. Obstsorten wie Banane, Trauben oder exotische Früchte enthalten viel Fruchtzucker. Und wer zu viel davon zu sich nimmt, der bleibt auch dick. © Inga Kjer/dpa
Eine Gabel voll mit Spaghetti und Pestosoße
Diät-Mythos Nummer 7: Nudeln machen dick - das entspricht nicht der Wahrheit. Schließlich muss man differenzieren, welche Nudelsorte und welche Soße man dazu wählt. Tipp: Vollkorn lässt den Blutzuckerspiegel nicht so schnell in die Höhe schießen und sättigt schneller. © Imago
Süßstofftablette und Kaffeetasse
Diät-Mythos Nummer 8: Süßstoffe sind gesünder als Zucker - jein. Süßungsmittel wie Aspartam sollen Studien zufolge tatsächlich eher schädlich für den Körper sein. Diesem wird zwar Süße vorgetäuscht, aber es kommt keine an. Die Folge: Er schüttet Insulin aus, was wiederum auf Dauer zu Heißhungerattacken führen kann. © J. Pfeiffer/Imago
Frau fasst in Kühlschrank
Diät-Mythos Nummer 9: Wer zu spät isst, nimmt nicht ab - wichtig ist allerdings nicht, wann man die Kalorien zu sich nimmt, sondern wie viele. Allerdings tun sich viele leichter, wenn sie die meisten Kalorien früher am Tag zu sich nehmen - und abends vor dem Zubettgehen weniger essen. Das dankt Ihnen sicherlich auch Ihre Verdauung. © Imago
Frau isst Yoghurt
Diät-Mythos Nummer 10: Fünf kleine Mahlzeiten sind besser als drei große - so lautete lange die Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Doch diese rät nun lieber zu drei Mahlzeiten pro Tag. Der Grund dafür: Erwachsenen (die großteils am Schreibtisch sitzen) reichen drei Mahlzeiten völlig aus. Schließlich kann der Körper so in den Stunden dazwischen in Ruhe verdauen und Fett verbrennen. © Imago

„Die chronische Verabreichung von Lac-Phe verringert die Adipositas und das Körpergewicht und verbessert die Glukosehomöostase. Umgekehrt erhöht die genetische Ablation der Lac-Phe-Biosynthese bei Mäusen die Nahrungsaufnahme und die Fettleibigkeit nach dem Training“, heißt es in der Studie. Um die Ergebnisse auf den Menschen zu übertragen, bedarf es jedoch noch weiterer Untersuchungen.

Studie aus den USA: Ergebnisse sollen vor allem für ältere Menschen nützlich sein

Sport wird man vorerst zwar nicht ersetzen können, die Erkenntnisse der Studie könnten jedoch in Zukunft dafür sorgen, dass sich mithilfe der Einnahme von Tabletten bestimmte Effekte von Sport nachahmen lassen. Wie der Mitautor der Studie Jonathan Long berichtet, erhoffen sich die Forschenden vor allem, dass insbesondere „ältere oder gebrechliche Menschen, die sich nicht ausreichend bewegen können, eines Tages von der Einnahme eines Medikaments profitieren, das helfen kann, Osteoporose, Herzerkrankungen oder andere Krankheiten zu verlangsamen“. (hg)

Um abzunehmen, gibt es viele Möglichkeiten: Diäten, Sport treiben oder Fasten. Doch Sport alleine bringt nicht das, was viele denken.

Rubriklistenbild: © Jens Kalaene/dpa

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