Backpulver, Honig & Urin

Fußpilz zwischen den Zehen? Diese zehn Hausmittel lindern das Jucken

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In öffentlichen Bädern ist Vorsicht geboten: Hier kann man sich schneller Fußpilz zuziehen, als man denkt.

Wenn es in den Zehenzwischenräumen unangenehm juckt, kann das ganz schön lästig sein. Ein Arzt klärt ab, ob es sich um Fußpilz handelt. Was Sie gegen ihn tun können, hier.

Es brennt, juckt und schuppt sich rötlich zwischen den Zehen? Dann können Sie davon ausgehen, dass Sie an Fußpilz leiden. Dabei handelt es sich um eine Pilzinfektion der Zehenzwischenräume, Fußsohlen und manchmal auch des Fußrückens. Wenn allerdings die Nägel betroffen sind, ist es ein Nagelpilz.

Fußpilz: Gestörter Säureschutzmantel der Haut lässt fieser Infektion freie Bahn

Die Fußpilzerkrankung soll durch einen Fadenpilz (Trchophyton Rubrum) ausgelöst werden. Häufig dringt dieser in den Körper ein, wenn der natürliche Säureschutzmantel der Haut zerstört ist. Ein Grund kann zum Beispiel zu heißes, zu häufiges und/oder zu langes Duschen sein. Der Säureschutzmantel liegt auf der Hautoberfläche und setzt sich aus einem leicht säuerlichen Film aus Schweiß, Bakterien und Talgdrüsensekret zusammen.

Infolgedessen können sich Keime, Viren oder eben auch Pilze in der Haut einnisten. Am Ende dringen sie mit ihren Zellfäden in die Hornschicht ein und vermehren sich dort. Wächst der Pilz in tiefere Strukturen der Oberhaut, meldet sich das Immunsystem. Dieses versucht ihn dann zurückzudrängen - mit der Folge, dass der typische Juckreiz und entzündete Haut auftreten. Die schuppige, gerötete Haut, die manche Betroffene aufweisen, kommt daher, dass die Vermehrung des Pilzes die Erneuerung der Hornhaut beschleunigt. Diese verdickt sich und schuppt sich häufiger und schneller.

Eine Übertragung der Infektion ist dadurch extrem hoch - schließlich gilt Fußpilz als extrem ansteckend. Daher sollten Sie bei Verdacht am besten so schnell wie möglich einen Arzt aufsuchen. Dieser wird dann abklären, ob Sie an Fußpilz leiden oder nicht bzw. eine passende Behandlung vorschlagen. Wenn Entzündungen, Blutungen und sogar Einrisse in der Haut oder zusätzlich Nagelpilz vorliegen, werden oftmals Anti-Pilz-Präparate angewendet

Backpulver, Honig & Urin: Diese Hausmittel helfen gegen den lästigen Fußpilz

Liegt allerdings nur eine leichte Form der Pilzinfektion vor, können auch Hausmittel den Schmerz lindern.

  • Backpulver: Reines Backpulver, also Natriumhydrogencarbonat (Natron) kann dabei helfen, dem Pilz den benötigten Nährboden zu entziehen. Schließlich ist es in den Zehenzwischenräumen oftmals feucht und warm. Doch das Natron sorgt dafür, dass der Fuß trocken bleibt. Dazu reiben Sie täglich ein wenig Backpulver auf den Fuß bzw. zwischen die Zehen. Alternativ können Sie auch das Natron mit Wasser zu einer Paste vermischen und dann auf die betroffenen Stellen auftragen.

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  • Salzbad: Um Juckreiz zu mildern, kann auch ein tägliches Salzbad gegen den Fußpilz helfen. Dazu nehmen Sie fünf Esslöffel Natriumchlorid und lösen es in einem Liter warmem Wasser auf. Dann baden Sie Ihre Füße etwa zehn bis 20 Minuten darin. Anschließend trocknen Sie sie nicht mit einem Handtuch ab, sondern lassen sie lufttrocknen. Die Folge: Das darin befindliche Salz bleibt auf der Haut zurück. Alternativ können Sie auch Ihre Füße in einem Natron-Wasser-Gemisch baden.
  • Zitrone und Apfelessig: Die beiden säurehaltigen Hausmittel gelten als entzündungshemmend und keimabtötend. Diese Wirkung kommt Ihnen auch bei Fußpilz zugute. Geben Sie etwas Zitronensaft oder Apfelessig auf einen Wattebausch. Dann tupfen Sie diesen vorsichtig auf die betroffenen Stellen. Ansonsten können Sie auch ein paar Esslöffel in warmes Wasser hinzugeben und Ihre Füße darin baden.
  • Teebaumöl: Ätherische Öle sind altbewährte Heilmittel und sollen Juckreiz lindern und Entzündungen eindämmen. Geben Sie hierzu ein paar Tropfen Teebaum-, Lavendel- oder Salbeiöl ins Fußbad oder auf einen Wattebausch. Entscheiden Sie sich für letzteres, tupfen Sie damit sanft über die entsprechenden Hautareale.
  • Eichenrinde: Die darin befindlichen Gerbstoffe sollen dafür sorgen, dass sich offene Hautstellen wieder zusammenziehen. Das hat den Vorteil, dass sich die Wunde allmählich wieder schließt und Keime bzw. Pilze nicht mehr in die Haut eindringen können. Machen Sie hierfür einen Sud aus schwarzem Tee oder Eichenrinde, geben Sie ihn wiederum auf einen Wattebausch und tupfen Sie ihn auf die betroffenen Hautstellen.
  • Knoblauch: Seit jeher wird die Knolle für ihre antibakterielle Eigenschaft geschätzt. Dafür verantwortlich ist das darin enthaltene Allicin. Warum also nicht auch den Saft auf den Fußpilz geben? Reiben Sie einfach täglich Ihre Füße mit einer halben Knoblauchzehe ein. Alternativ können Sie auch Zwiebelsaft verwenden.
  • Honig: Auch der Blütennektar ist ein beliebtes Heilmittel für allerlei Beschwerden. Schließlich enthält Honig neben Zucker und Wasser auch Eiweiße, Mineralstoffe, Enzyme und sekundäre Pflanzenstoffe. Bei Fußpilz streichen Sie einfach betroffene Hautareale täglich mit Honig ein. Dann entfaltet er schnell seine entzündungshemmende und wundheilungsfördernde Wirkung.

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  • Urin: Was im ersten Moment wenig appetitlich klingt, soll gegen Fußpilz wahre Wunder vollbringen. Schließlich befindet sich darin der Wirkstoff Harnstoff, der dafür bekannt ist, verhornte Haut aufzuweichen und das Wachstum von Keimen, Pilzen & Co. zu hemmen. Wenn Sie die Eigenurintherapie ausprobieren möchten, reiben Sie die entsprechenden Hautstellen mit dem eigenen Morgenurin ein, da dieser als besonders konzentriert gilt.
  • Zahnpasta mit Fluorid: In handelsüblicher Zahncreme ist oftmals Fluor enthalten, das ebenfalls eine antimykotische Wirkung aufweisen soll. Tragen Sie hierzu einfach die Paste täglich auf das mit Fußpilz befallene Hautareal auf und lassen Sie sie antrocknen. Später können Sie sie mit einem feuchten Tuch wieder abwischen.

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jp

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